Südumgehung wird erst im nächsten Jahr fertig

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Derzeit werden die letzten Rohre an der Südumgehung in den steinigen Boden verlegt. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die späte Verabschiedung des Landeshaushaltes hat für Verzögerungen bei der Freigabe von Mitteln verschiedenster Projekte geführt, wobei auch laufende Maßnahmen betroffen sind.

So auch die Südumgehung in Meinerzhagen. Wie die MZ gestern vom zuständigen Projektleiter Olaf Bühren vom Landesbetrieb Straßen NRW erfuhr, sieht es gleichwohl gut aus für den Fortgang und damit auch Abschluss des Großbauprojektes. Die Finanzierung des letzten Bauabschnitts mit einem geschätzten Volumen von weiteren über zwei Millionen Euro sei grundsätzlich gesichert.

Die europaweite Ausschreibung ist mittlerweile abgeschlossen. Man befinde sich im Vergabeverfahren. Einen festen Termin für die endgültige Auftragsvergabe konnte Bühren aber noch nicht nennen. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass dies voraussichtlich bis Anfang Juli erfolgt ist.

Ursprünglich hatte man darauf gehofft, dass die Arbeiten bereits im Mai würden starten können. Jetzt muss der Zeitplan neu abgesteckt werden und es muss jetzt damit gerechnet werden, dass die Fertigstellung der Südumgehung sich auf jeden Fall noch ins kommende Jahr hinein erstrecken dürfte.

Vor dem Abschluss steht aktuell der bislang längste Bauabschnitt zwischen dem Schützenplatz und der Ortslage Zum Schnüffel. Einschließlich der Fahrbahnmarkierungen komplett fertig ist der Abschnitt zwischen der Einmündung Heerstraße/Südumgehung im Bereich des Hotels Zum Schnüffel und der Stichstraße ins Gewerbegebiet Am Schnüffel. Momentan laufen die Arbeiten zwischen der Einmündung Fritz-Paulmann-Weg in der Ortslage Schallershaus bis zum Hotel Schnüffel. Hier sind mittlerweile sämtliche Tiefbauarbeiten, einschließlich der Neuverlegung des städtischen Kanals und weiterer Versorgungsleitungen, erledigt. Nach Auskunft von Bauleiter Thomas Otterbach von der Firma Gebrüder Schmidt werden zurzeit Bordsteine und Muldenrinnen gesetzt. Danach geht es abschließend noch um die Asphaltierung von Fahrbahn, Rad- und Gehweg. Voraussichtlich Mitte August es soweit sein, dass die Straße durchgängig bis zur Einmündung ins Gewerbegebiet Schwenke für den Verkehr freigegeben werden kann.

Das ist auch eine wichtige Voraussetzung für die dann noch anstehenden Arbeiten am letzten Bauabschnitt, der die Herstellung der Anschlüsse mit der Bundesstraße 54, der Landstraße 539 und der Autobahn beinhaltet.

Der letzte und mit einer geschätzten Investitionssumme von über zwei Millionen Euro veranschlagte Bauabschnitt soll in fünf Bauphasen unterteilt ablaufen:

Im Bereich des jetzigen „Ohrs“ der Abfahrt aus Richtung Dortmund wird ein Regenwassersammelbecken gebaut, das zu dem zurzeit im Bau befindlichen Klärbecken am Feuerwehrgerätehaus Willertshagen hin entwässern wird. Zugleich wird die Zufahrt für den Industriepark Schulte/Tarrenbrink an der B 54 etwa 50 Meter nach oben verlegt.

Bauphase 2 beinhaltet den Weiterbau der Südumgehung und deren Anschluss an die Autobahn. Weil hier wegen der Brücken über die Bahn und die Gemeindestraße und die angrenzende Dammaufschüttung gegenüber dem bisherigen Niveau der Autobahnanschlussstelle Richtung Frankfurt eine Höhendifferenz von bis zu zwei Metern zu überwinden ist, sind umfangreiche Erdarbeiten erforderlich. Diese machen, so Projektleiter Olaf Bühren, es auch nach Einschätzung der Polizei und der Bezirksregierung unmöglich, während der Bauphase die Autobahnanschlussstelle weiter befahrbar zu halten. Es sei dafür Sorge getragen, dass diese besonders heikle Bauphase so schnell wie möglich abgewickelt werde. So solle hier im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet werden. Veranschlagt seien zwölf Wochen, informierte der Projektleiter.

Der Verkehr aus Richtung Dortmund wird auf der Autobahn bis Drolshagen geführt und können von dort in entgegengesetzter Fahrtrichtung zur Abfahrt Meinerzhagen gelangen. Der Verkehr in Richtung Frankfurt wird über die B 54 zur Auffahrt Drolshagen umgeleitet. Nur für Rettungsdienst und Feuerwehr soll eine behelfsmäßige Zufahrt geöffnet bleiben. In Fahrtrichtung Dortmund bleibt die Anschlussstelle Meinerzhagen geöffnet, weil diese von den Bauarbeiten nicht tangiert ist. Der genaue Zeitpunkt für diese gravierende Verkehrseinschränkung steht momentan noch nicht fest.

Bauphase 3 wird den „Lückenschluss“ der Südumgehung von der Autobahn bis zur Straße Zum Schnüffel umfassen. Der Verkehr auf der B 54 wird jeweils einspurig an der Baustelle vorbei geführt. Für diesen Abschnitt sind weitere rund zehn Wochen vorgesehen.

Bauphase 4 beinhaltet Rest arbeiten auf dem Gelände der Firma Danieli Fröhling.

Bauphase 5 sieht an einem Wochenende unter Vollsperrung das Aufbringen der letzten Fahrbahdeckenschicht vor. Neu installiert und geschaltet werden auch alle Ampelanlagen, wobei der abfahrende Verkehr von der Autobahn zur Vermeidung von Rückstaus Vorrang haben wird. ▪ -fe

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