Südumgehung: Seit 1980 als Landstraße geplant

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Diese Luftaufnahme zeigt den letzten Ausbaubereich für die neue Meinerzhagener Umgehungsstraße bei Tarrenbrink, die offiziell am 1. Juni dieses Jahres durchgängig für den Verkehr freigegeben werden soll. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Fertigstellung des Schlussstücks der neuen Meinerzhagener Südumgehung kommt in diesen Tagen sozusagen auf die Schlussgerade.

Der für den 1. Juni vorgesehene Termin der offiziellen Übergabe dieses mit rund 26 Millionen Euro Investitionssumme zu den größten Straßenbaumaßnahmen in Trägerschaft des Landes NRW gehörenden neuen Verkehrsweges dürfte nach jetzigem Stand zu halten sein, zeigte sich am Donnerstag im Gespräch mit der MZ Projektleiter Olaf Bühren vom Landesbetrieb Straßen NRW zuversichtlich.

Prominenter Ehrengast an diesem Tag soll Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sein. Wegen der vorgezogenen Landtagswahl am 13. Mai könnte es hier aber womöglich noch zu einer Veränderung kommen. Bislang jedenfalls gibt es dazu aus Düsseldorf noch keine neue Information.

Aktuell laufen die Arbeiten für die Herstellung der neuen T-Kreuzung. Sie wird die aus Richtung Schnüffel ankommende neue Trasse der Südumgehung in Höhe Tarrenbrink mit der ehemaligen Bundesstraße 54/jetzt Landstraße 173 und dem Autobahn-Zubringer verbinden.

Nachdem hier in den vergangenen Wochen die Rohre für die Straßenentwässerung verlegt worden sind, erfolgt nun der Ausbau zunächst auf halber Fahrbahnseite. Dabei muss für die künftige Trassenführung das Fahrbahnniveau um rund einen Meter angehoben werden. Der Verkehr kann wegen dieser Arbeiten zurzeit nur über eine Fahrspur durch Ampeln geregelt am Baustellenbereich vorbei geführt werden. Die damit verbundenen Beeinträchtigungen durch Wartezeiten vor den Ampeln lassen sich leider nicht vermeiden.

Olaf Bühren rechnet damit, dass in voraussichtlich rund zwei Wochen dann die Fahrbahnarbeiten so weit vorangeschritten sind, dass über dann zwei Spuren der Verkehr über die neue Kreuzung zur Autobahn-Anschlussstelle und hier auch weiter zur Landstraße 539 in Richtung Meinerzhagen und Valbert geführt werden kann.

Ab diesem Zeitpunkt erfolgt die Abbindung der alten B 54 in Richtung Scherl und die Herstellung der zweiten Fahrbahnseite, parallel dann dazu auch die Herstellung des Reststücks der Südumgehung in Richtung der Straße Zum Schnüffel. Die endgültige Fertigstellung dürfte sich noch bis in den Mai hinein erstrecken. Danach aber und spätestens ab dem 1. Juni verfügt Meinerzhagen dann über eine neue, insgesamt 3,9 Kilometer lange Landstraße, die aus dem Rheinland kommend zur Autobahnanschlussstelle führt. Davon versprechen sich die Verkehrsplaner eine spürbare Entlastung der Innenstadt und hier insbesondere der stark frequentierten Volme- und Oststraße. Zum Abschluss kommt damit ein Straßenbauprojekt, dessen Ursprünge bis in die 1970er Jahre zurück reicht. Ursprünglich geplant als Bundesstraße, war diese „große „Ausbaulösung“ in Teilen der Bevölkerung zunächst auf massive Ablehnung gestoßen. Erst als eine abgespeckte Variante und der Ausbau als Landesstraße ins Gespräch kamen, konnte ein mehrheitlicher Konsens gefunden werden. Am 28. Oktober 1980 hatte der damalige Bundesverkehrsminister das Planfeststellungsverfahren für eine Bundesstraße formell eingestellt. Schon am 18. November des Jahres erhielt die Stadt vom Verkehrsministerium des Landes die Zusage, dass die Straße nunmehr als Landstraße geplant und gebaut werden sollte. Mehr zur Historie demnächst in einem gesonderten Beitrag. ▪ -fe

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