Hochwasser und Sturmschäden durch "Yulia"

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In Eseloh verstopften zwei Rohre, die unter einer Straße verlegt sind und Regenwasser aus dem höher gelegenen Ortsbereich in einen Bach leiten.

Sturmtief Yulia „erwischte“ am Sonntag auch Meinerzhagen. Das Unwetter bescherte der Freiwilligen Feuerwehr jede Menge Arbeit. Zwischen 12 und 19.30 Uhr mussten die Einsatzkräfte mehrmals ausrücken.

Nicht nur der Wind, sondern auch der andauernde und kräftige Regen sorgte am Sonntag für die Einsätze. In Eseloh verstopften gegen 19.30 Uhr zwei Rohre, die unter einer Straße verlegt sind und Regenwasser aus dem höher gelegenen Ortsbereich in einen Bach leiten. Auf der Straße und einem angrenzenden Grundstück führte das zu Überschwemmungen. Der Löschzug Haustadt rückte mit 16 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen aus. Mithilfe eines Rohrreinigungsschlauches, der sogenannten „Kanalspülratte“, wurden die Rohre frei gespült, sodass das Wasser wieder ungehindert seinen vorgesehenen Weg fließen konnte. 

Ab Mittag kippten dann mehrere Bäume um. „Alle von einer Größe, die es Anliegern oder Autofahrern unmöglich gemacht hätte, sie wegzuräumen. Wir mussten die Stämme jeweils zersägen“, berichtet Wehrleiter Thomas Decker. Seine Einsatzkräfte rückten beispielsweise auf den Verbindungsweg zwischen Wilkenberg und der Listerstraße aus und auch in Sinderhof wurde ein Baum von der Straße entfernt.

Um 14 Uhr wurde die Feuerwehr dann in Kropplenberg zur Hilfe gerufen. Dort hatte der heftige Sturm Dachpfannen an einem Wohnhaus gelöst. „Mit Hilfe der Drehleiter haben wir neue Pfannen eingesetzt und verschobene wieder an ihren Platz gerückt“, erläutert Decker. 

Überall herrschte im Stadtgebiet heftiger Regen, der die Autofahrer zum Langsamfahren zwang und Bäume entwurzelte. Das Problem in den heimischen Wäldern, das immer noch nicht gebannt ist: In dem aufgeweichten Boden finden Wurzeln keinen sicheren Halt mehr, so dass die Bäume anfällig für Windböen sind und relativ leicht fallen. Weiterhin wird deshalb auch vor dem Betreten des Waldes gewarnt. 

Matthias Borgmann vom Landesbetrieb Wald und Holz.NRW zog am Montag eine kurze Bilanz des erneuten Sturmes. In seinem Revier in Beckerhof seien wieder nur einzelne Bäume gefallen. „Und die waren vermutlich bereits vorgeschädigt“, glaubt der Förster. Borgmann berichtet weiter, dass derzeit keine Wege mehr gesperrt sind. Auch er rät allerdings dringend davon ab, den Wald zu betreten: „Da kann jederzeit ein Baum fallen, auch von herabfallenden Ästen droht Gefahr.“

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