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Nach Sturm-Nacht: Das ist die Bilanz der Feuerwehr Meinerzhagen

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Gegen 10 Uhr war der Bauhof am Montag damit beschäftigt, diese Bäume von der Heerstraße zu schaffen.

Meinerzhagen - [Update 14 Uhr] Eine unruhige Nacht liegt hinter den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Meinerzhagen. Nachdem Sturmtief „Sabine“ den Märkischen Südkreis in der ersten Nachthälfte weitgehend verschonte, musste die Wehr nach Mitternacht zu zahlreichen Sturmschäden ausrücken.

162 Einsätze bis zum Montagmorgen – so lautet die Bilanz für den gesamten Märkischen Kreis, wie Kreisbrandmeister Michael Kling bilanzierte. „Nur“ zwölf davon waren bis 5 Uhr in Meinerzhagen gemeldet worden – teilweise mit Auswirkungen in Form von Straßensperrungen. Hier geht es zu unserem Ticker aus der Sturmnacht.

So musste die Strecke zwischen Rinkscheid und Grotewiese ebenso gesperrt werden wie die Straße in Hardenberg sowie die Heerstraße im Bereich des ehemaligen Warnamtes. Dicke Baumstämme blockierten dort die Fahrbahn. Die gute Nachricht nach der ersten Sturmnacht: Verletzte gibt es in Meinerzhagen laut Polizei nicht zu beklagen. Bereits am Sonntagnachmittag war in Meinerzhagen – wie in den anderen Kommunen des Kreises – ein sogenannter Meldekopf im Rathaus eingerichtet worden. Von dort wurden die Einsatzlagen im Stadtgebiet koordiniert, wie es von der Feuerwehr hieß. 

Etwa 100 Feuerwehrleute in Bereitschaft

Etwa 100 Feuerwehrleute waren in Bereitschaft, um im Fall der Fälle einzuschreiten – doch zumindest bis Mitternacht vermeldete die Einsatzleitung eine vergleichsweise ruhige Lage. Fünfmal musste die Wehr bis dahin in Aktion treten – „stets galt es, umgestürzte Bäume von der Fahrbahn zu beseitigen“. 

Sturm "Sabine" in Meinerzhagen

Doch es sollten bis 5 Uhr noch sechs weitere Einsätze hinzukommen. Die fünf Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Meinerzhagen rückten zu weiteren sturmbedingten Einsätzen im kompletten Stadtgebiet aus. Zudem erhielt die Löschgruppe Willertshagen eine Alarmierung durch eine automatische Brandmeldeanlage. 

Entwarnung für den Staatsforst

Entwarnung für den heimischen Staatswald in seinem Zuständigkeitsbereich konnte Matthias Borgmann vom Revier Beckerhof bereits gestern Morgen geben: „Das Sturmtief Sabine ist, was seine Auswirkungen auf den heimischen Wald angeht, in keinster Weise mit Kyrill zu vergleichen.“ 

Folgerichtig gebe es aktuell auch kein offizielles Wald-Betretungsverbot für den Staatsforst. Borgmann warnt trotzdem davor, in den Wald zu gehen. Denn: Bäume könnten durch den Sturm „angeschoben“ worden sein und tatsächlich noch umkippen. Und auch von herabfallenden Ästen gehe noch eine Gefahr aus. Vor dem Sturm gab es Befürchtungen, dass durch Trockenheit und Borkenkäfer vorgeschädigte Bäume leicht Opfer von „Sabine“ werden könnten. 

Dass es nicht so gekommen ist, ist erst einmal eine gute Nachricht. „Wir hatten einzelne Windböen um die 100 km/h, die den Staatswald hier aber kaum geschädigt haben“, bilanziert Borgmann. Er schließt aber auch nicht aus, dass einzelne Windwurf-Flächen in den kommenden Tagen erst noch entdeckt werden. 

Keine Entwarnung von der Wehr

Die Feuerwehr konnte gestern jedoch noch keine Entwarnung geben. Es sei immer noch mit einzelnen Böen zu rechnen, die das geschwächte Gehölz möglicherweise auf Wege und Straßen stürzen lassen. Auch sie riet dazu, Wald- und ähnliche Wege zu meiden. Zumindest nach der ersten Sturmnacht zog der stellvertretende Wehrleiter Christian Bösinghaus jedoch ein positives Fazit. 

„Bislang sind uns keine größeren Sach- und – was noch wichtiger ist – überhaupt keine sturmbedingten Personenschäden bekannt. Auch unsere Einsatzkräfte sind allesamt unversehrt von den jeweiligen Alarmen zurückgekehrt.“

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