Sturm in Meinerzhagen und Kierspe: L528 gesperrt - Aldi-Lkw steckt fest

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Auf der L528 zwischen Kierspe und Halver geht nichts mehr

Meinerzhagen/Kierspe – Sturm Sabine fegt auch über das Volmetal. Am Nachmittag und Abend gab es erste Einsätze. Alle Infos hier.

Update, 22.52 Uhr: Auf der Landstraße 528 zwischen Kierspe und Halver (auf Kiersper Gebiet, Höhe Ortsteil Neuenhaus) sind eine Reihe Bäume umgeknickt. Ein Lkw der Aldi-Niederlassung in Radevormwald ist an der Sperrung gestrandet.

Die Feuerwehr hat erwogen, die Bäume wegzuschneiden, um zumindest dem LKW die Weiterfahrt zu ermöglichen. Dies wurde aus Sicherheitsgründen jedoch unterlassen. Der Fahrer wurde von der Feuerwehr mit zurück ins Gerätehaus genommen, wo er von einem Arbeitskollegen abgeholt wurde.

Update, 21.58 Uhr: Lohhammer in Kierspe ist gesperrt, da Bäume quer auf der Straße liegen.

So sieht es am Bahnhof in Kierspe aus:

Update, 20.49 Uhr: Die Feuerwehr Meinerzhagen meldet sich mit einem Zwischenstand: "Bislang ist es in Meinerzhagen und Umgebung vergleichsweise ruhig geblieben. Lediglich ein sturmbedingter Einsatz musste durch den Löschzug Valbert bisher gefahren werden. Nach Informationen des DWD soll sich die Lage im Märkischen Kreis gegen 21 Uhr allerdings verschärfen - wir sehen dieser Entwicklung mit zur Zeit rund 100 in Bereitschaft befindlichen Einsatzkräften entgegen."

Die Einsatzkräfte in Meinerzhagen erwartet eine arbeitsreiche Nacht.

Update, 17 Uhr: Um 13.38 Uhr wurde der Löschzug 4 (Neuenhaus/Vollme) der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe in die Ortslage Haus Rhade alarmiert. Dort waren die ersten Bäume auf die Fahrbahn gestützt. Mittels Kettensäge wurden die Bäume zerkleinert und die Fahrbahn wieder freigeräumt. Gegen 14.53 Uhr wurde der Löschzug erneut aufgrund eines umgestürzten Baumes alarmiert. Diesmal auf die Landesstraße 528. Auch hier konnte die Fahrbahn kurzfristig durch die Einsatzkräfte freigeräumt werden.

Meinerzhagen/Kierspe - Bei Meinerzhagens Stadtbrandinspektor Thomas Decker waren allerdings bis Freitag Mittag noch keine entsprechenden Vorwarnungen eingetroffen. Und dennoch sei die heimische Wehr auf alles vorbereitet, sagte Decker. „Die Gerätschaften und Einsatzfahrzeuge sind bereit, alles steht parat“, blickt der oberste Feuerwehrchef der Volmestadt recht ruhig auf die nächsten Tage. 

Um 13.38 Uhr wurde der Löschzug 4 (Neuenhaus/Vollme) der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe in die Ortslage Haus Rhade alarmiert.

Nach Eingang entsprechender Informationen werde man dann nötigenfalls einen sogenannten Meldekopf besetzen. „Der würde dann wohl im Rathaus installiert“, erläutert Decker. Dort laufen im Krisenfall also die Fäden zusammen. Das weitere Prozedere: Die Leitstelle in Lüdenscheid würde die Einsatzorte weitergeben, die Meinerzhagener Feuerwehr dorthin ausrücken. 

Allerdings habe die Feuerwehr aus dem Orkan Kyrill gelernt. Decker: „Damals haben wir den Fehler gemacht, während des Sturmes auszurücken. Das würde künftig erst dann passieren, wenn das für die Einsatzkräfte gefahrlos möglich wäre.“ Wenn allerdings Leib und Leben von Menschen gefährdet sind, kommt Hilfe weiterhin unmittelbar – auch wenn ein Orkan wütet. „Wir setzen unsere Einsatzkräfte keinen Gefahren mehr aus, wenn das nicht zwingend nötig ist. Dann sollen Bäume halt umfallen, wenn das keine gravierenden Auswirkungen hat“, sagt Decker. Wenn sich das Wetter dann wieder beruhigt habe, sei es vordringliche Aufgabe der Feuerwehr, die Stadtteile wieder zugänglich zu machen, sollte das nach dem aktuellen Schadensbild nötig sein, fügt der Feuerwehrchef hinzu.

Wir berichten hier in einem Sturm-News-Ticker von den Auswirkungen von Sturm Sabine in ganz NRW.

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