Strom-Tankstelle könnte Magnetwirkung haben

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Noch ist die Zahl der Elektrotankstellen in der Region überschaubar, wie ein Blick auf das Online-Portal goingelectric.de zeigt. Am kleinen Parkplatz unter der Birkeshöhbrücke steht jedoch schon die Infrastruktur für eine weitere Ladestation.

Meinerzhagen - Das Thema Elektromobilität ist en vogue – nicht erst seit der Dieselaffäre. So beschäftigen sich viele Kommunen schon seit einigen Jahren mit der Frage, wie der abgasfreie Verkehr in den Städten gefördert werden kann.

Während der Stromversorger Mark-E bereits seit zwei Jahren eine (gut frequentierte) Station an der Volmestraße betreibt, denkt auch die Stadt Meinerzhagen nun laut über eine E-Tankstelle nach.

Denkbar ist etwa eine Ladestation unter der Birkeshöhbrücke – dort, wo sich nach den Bauarbeiten zur Volme-Offenlegung einige Stellplätze befinden. Einer davon könnte durchaus als E-Tankstelle genutzt werden, wie Bau-Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck gestern auf MZ-Anfrage erklärte. „Die Infrastruktur ist vorbereitet, Leerrohre für eine Ladestation wurden im Zuge der Arbeiten bereits verlegt.“

Finanzielle Unterstützung erhofft sich die Stadt von einem Förderprogramm des Bundes, das den Aufbau von Ladestationen unterstützt. Das Problem: Nicht nur Meinerzhagen liebäugelt mit Zuschüssen, sodass ein erster Aufruf Anfang 2017 auf so viel Resonanz stieß, dass die Volmestadt leer ausging.

„Wir haben da aber ständig ein Auge drauf und würden uns natürlich gerne um Mittel bewerben“, betont Jürgen Tischbiereck, der allerdings auch die Kommunalpolitik im Boot wissen will, wenn es um den genauen Standort einer solchen Ladestation geht. „Die Politik muss letztlich entscheiden, wie es weitergeht“, sagt der Fachbereichsleiter.

Ein so zentraler Standort könne für Kommunen in jedem Fall von Vorteil sein, sagt Jürgen Tischbiereck. „Navigationsgeräte lotsen E-Autos ja durchaus zur nächsten Stromtankstelle. Vielleicht gelingt es dadurch, einige von ihnen von der Autobahn in die Stadt zu führen, wo die Fahrer dann ein, zwei Stunden in den Geschäften verbringen können“, so die Idee des Fachbereichsleiters. Dass neben der Betankung von E-Autos an der Lindenstraße auch E-Bikes geladen werden könnten, versteht sich von selbst.

Das elektrische Fahrrad erfreut sich bekanntlich immer größerer Beliebtheit, sodass (wie berichtet) in Valbert eine Ladestation errichtet wird. Zwar nicht – wie ursprünglich angedacht – direkt am Rad- und Wanderwegportal hinter der evangelischen Kirche, aber in dessen unmittelbarer Nähe. Möglich ist sie durch die Kooperation mit dem Betreiber des Geschäftes „Bike-Out 24“, dem Valberter Sascha Michels. Der stellt nicht nur die Grundstücksfläche zur Verfügung, sondern auch seinen Stromanschluss. Die Arbeiten an der Station stehen kurz vor dem Abschluss – das Fundament wurde in der vergangenen Woche gegossen.

Für die Ortslage Hunswinkel, dort befindet sich ebenfalls ein Rad- und Wanderwegportal in der Nähe der Listerhalle, ist ebenfalls eine Ladestation angedacht. Hierfür einen „Betreiber“ zu finden, dürfte ungleich schwieriger sein – wie auch für die Station am geplanten Fahrradparkplatz neben dem Meinerzhagener Bahnhof. Auch dort sind die Gespräche über einen Betreiber, der neben der gesicherten Unterbringung der Zweiräder zusätzlich Serviceleistungen anbietet, noch nicht von Erfolg gekrönt.

Erfolgreich war indes die Suche nach einem geeigneten Standort: Dieser soll zukünftig von der Firma Otto-Fuchs bereitgestellt werden. Dabei handelt es sich um eine jetzt noch als Pkw-Parkplatz genutzte Fläche unter der ZOB-Fußgängerbrücke.

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