Radverkehrsnetz

Licht am Ende des Tunnels für Radfahrer im MK?

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Wegweiser für Radfahrer.

Meinerzhagen - Mit dem Rad auf langen Strecken über Radwege zu fahren, das ist im heimischen Raum kaum möglich. Derzeit sind viele Strecken auf die jeweiligen Stadtgebiete oder Orte in direkter Nachbarschaft begrenzt. Doch das könnte sich bald ändern.

Ein vorgesehener Masterplan des Märkischen Kreises könnte Verbesserungen für Radfahrer bringen. Dass es möglich ist, Verbindungen zu schaffen, zeigt der „Ruhrtalradweg“ exemplarisch. Seit 2006 nutzbar, erhielt der Radweg bereits vor einigen Jahren schon das Siegel „Qualitätsradweg“ des „Allgemeinen deutschen Fahrrad Clubs“ (ADFC). Zwischen Winterberg und Duisburg sind es gerade mal rund 15 Prozent der Strecke, die an Hauptverkehrsstraßen, oft mit eigenem Radstreifen, liegen. Und das bei einer Länge von rund 240 Kilometern. 

Mit 140 Kilometern deutlich kürzer und dazu noch mit erheblichen Lücken versehen, ist dagegen der Lennetalweg. In einer derzeit „hakeligen“ Entstehungsphase befindet sich der Volmetalradweg. Als Leuchtturmprojekt der Regionale 2013 postuliert, geht von ihm im Moment eher keine Strahlkraft aus. 

Große Probleme müssen beseitigt werden

An zu vielen Punkten sind zum Teil erhebliche Probleme zu beseitigen – zum Teil in Verhandlungen mit der Bahn, was nach allgemeiner Erfahrung selten zu einer Verfahrensbeschleunigung führt. 

Aber auch in Richtung Süden, Osten oder Westen sind die Radwege aus Meinerzhagen nur für Insider als „verknüpft“ erkennbar. Mit der Realisierung eines landesweiten Radverkehrsnetzes wurde dazu ein einheitliches Wegweisungssystem eingeführt, allerdings nur auf die Streckenführung und nicht deren Ausstattung bezogen. Daher findet sich häufig neben der Strecke mit allem, was das Radlerherz in puncto Komfort und Sicherheit wünscht, auch die Trasse auf einer Hauptverkehrsstraße. 

Viele Wege führen nach Drolshagen

Für eine Radfahrt nach Drolshagen, von wo aus sich weitere Strecken auch in den Oberbergischen/Rheinischen Bereich oder Richtung Olpe und Hochsauerland erschließen, schlägt das Netzwerk eine Vielzahl unterschiedlichster Trassen vor – auch einen Umweg über die Landstraße 323. Nicht jedoch die direkte Führung über die Landstraße 173 durch die Ortslage Bleche. 

Mit insgesamt 18 000 Kilometern verbindet das Radverkehrsnetz NRW alle Städte und Gemeinden, wobei die Zentren der Kommunen sowie die Bahnhöfe auf möglichst kurzen Wegen verknüpft sind. 

Dass sich insgesamt bei der Koordinierung und Weiterführung Verbesserungen einstellen könnten, dafür gibt es zwei positive Ansätze. Zum einen ist das Thema Radverkehr/alternative Mobilität bereits bei den ersten Schritten für die Erstellung des Klimakonzeptes für Meinerzhagen ein häufig genannter Komplex. Zum anderen lässt die vom Kreis geplante Erstellung eines Masterplanes für den Radverkehr im Märkischen Kreis hoffen. 

Und wer weiß, vielleicht reicht demnächst dann die Erkenntnis noch für einen Blick über die Kreisgrenze hinaus.

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