Straßenunterhaltung: Viele Schlaglöcher, wenig Geld...

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Der Schnee ist mittlerweile geschmolzen, die Schlaglöcher sind geblieben – so wie hier an der Birkeshöhstraße sieht an vielen Stellen im Stadtgebiet aus. Doch das knappe Geld reicht bei weitem nicht aus, um alles reparieren zu können. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Und wieder bringt es nach einem harten Winter der Frühling an den Tag – noch drastischer als in den Jahren zuvor: Die meisten Straßen sind mit Schlaglöchern übersät, weisen Risse und Aufbrüche auf. Viel Geld wäre nötig, um alle Schäden wirklich einigermaßen dauerhaft beheben zu können. Doch auch der Stadt Meinerzhagen mangelt es weiter an den dafür erforderlichen Finanzmitteln.

„Mit den im Haushalt bereit gestellten Mitteln kann der Substanzerhaltung der städtischen Straßen nur zum Teil Rechnung getragen werden. Insbesondere im Hinblick auf die letzten zwei Winter lässt sich erkennen, dass ein zunehmender Unterhaltungsstau entsteht und weitaus mehr Finanzmittel zur Erhaltung der städtischen Infrastruktur erforderlichen wären“. So heißt es in der aktuellen Beschlussvorlage für den Rat, die jetzt Gegenstand der Beratungen im Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt war. Und nahezu gleich lautend schließt dies an an das, was dazu auch in den Vorjahren angemerkt wurde. Diesmal allerdings wird‘s noch enger. Statt wie zuletzt zumindest auf gleichem Vorjahresniveau, mussten die Haushaltsansätze für den Bereich Straßenunterhaltung mit Rücksicht auf den in Frage gestellten Haushaltsausgleich deutlich gekürzt werden: Von 1,363 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf jetzt nur noch 1,077 Millionen Euro.

Mit rund 700 000 Euro entfällt der Großteil dieser Summe auf die Eigenleistungen des Baubetriebshofes für die laufende Unterhaltung von Straßen und Wartehallen im Stadtgebiet. Damit können nur die gröbsten Löcher geflickt werden.

Weitere 22 000 Euro statt wie im Vorjahr 26 500 Euro können für Eigenleistungen des Baubetriebshofes an Parkplätzen eingesetzt werden. 50 000 Euro fließen in die Erneuerung der Stettiner Straße.

Für weitere Deckenerneuerungsmaßnahmen stehen auch in diesem Jahr unverändert 150 000 Euro zur Verfügung. Diese Arbeiten werden von Fachfirmen ausgeführt. Der Fachbereich Technischer Service (ehemals Bauamt) legte dem Ausschuss am Dienstag eine Liste mit insgesamt sechs Einzelmaßnahmen vor, die aus diesem Topf finanziert werden sollen.

Im Stadtteil Meinerzhagen sollen damit die folgenden Straßenabschnitte saniert werden (in Klammern jeweils die Fläche in Quadratmetern):

• Königsberger Straße, unterer Teilabschnitt (750) für 25 000 Euro.

• Teilabschnitt Lindenstraße von der Einmündung Oststraße bis Voss Mühle (700) für 22 000 Euro.

• Fröbelstraße (1200) für 22 000 Euro.

• Elberscheidtstraße (360) für 8 000 Euro.

Im Stadtteil Valbert geht es um diese Maßnahmen:

• Wiebche (900) für 13 000 Euro.

• Heidehang Teil 2 (2200) für 60 000 Euro.

Auf Anregung von Ausschussmitglied Torben Gelhausen (CDU) soll geprüft werden, ob in Wiebche statt der geplanten durchgängigen Deckenerneuerung der Gemeindestraße ein Teil des zurzeit unbefestigten, als Schulweg zur Bushaltestelle genutzter Abschnitt instandgesetzt werden soll.

CDU-Fraktionsvorsitzender Axel Oehm bat zudem darum, wegen des außerordentlich desolaten Zustandes der Straße Rehberg in der Ortslage Hösinghausen möglicherweise noch frei werdende Finanzmittel vorrangig hier einzusetzen. ▪ -fe

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