Straßensanierung: Kein Starttermin in Sicht

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Marode ist die Fahrbahn auf dem Streckenabschnitt der L 707 zwischen Wormgermühle und Wiebche.

Valbert/Windebruch - „Wir haben die Maßnahme nicht auf Eis gelegt, sondern sind im Moment mit dem notwendigen Grunderwerb beschäftigt.“

Mit dieser Aussage zum Sachstand der weiteren Oberflächensanierung der Landstraße 708 teilte Eberhard Zimmerschied (Abteilungsleiter bei Straßen.NRW) jetzt mit, wie es an der Listertalsperre zwischen der Zufahrt zur Staumauer bis nach Hunswinkel weitergehen soll.

Am 20.Januar hatte der zuständige Minister Michael Groschek noch eine erfreuliche Mitteilung für die Verkehrsteilnehmer verkündet (MZ berichtete). 15 Millionen Euro hat er demnach zusätzlich in den „Sanierungstopf“ der Landesstraßen gepackt. Damit stehen im Erhaltungsprogramm 2016 nunmehr insgesamt 115 Millionen bereit. Der größte Teil davon, rund 76 Millionen Euro, fließen in die Sanierung von kaputten Fahrbahnen und Brücken. Aber auch für Geh- und Radwege sollen landesweit rund 4,4 Millionen Euro ausgegeben werden. Die restlichen Mittel sind vor allem für kleinere und unvorhersehbare Vorhaben eingesetzt. Zusätzlich will Groschek für den Neu-, Um- und Ausbau von Landesstraßen, inklusive der Errichtung von Radwegen an diesen Straßen, weitere rund 50 Millionen Euro bereitstellen.

In der dazu veröffentlichten Liste findet sich auch die L 708. Für die insgesamt 5,6 Kilometer lange Strecke zwischen Schnüttgenhof und Windebruch sind 200 000 Euro aufgeführt. „Hier handelt es sich nicht um Baukosten, sondern um Mittel für den Grunderwerb“, so Eberhard Zimmerschied. Ist dieser abgeschlossen, könne der Landesbetrieb mit der Ausführungsplanung beginnen. Die notwendigen Details dafür lägen schon seit längerem auf dem Tisch. Dann würden auch die geschätzten Kosten für die Maßnahme feststehen. Im Verhältnis zum bisher bereits fertigen Abschnitt unterhalb des Schnüttgenhofes, dürften diese wohl nah an vier Millionen Euro herankommen. Wann mit den Arbeiten begonnen werden kann, ist noch ungewiss.

Konkret ist bereits jetzt die Sanierung der Fahrbahnoberfläche der Landstraße 709 zwischen Hunswinkel bis Krummenerl. Für die drei Kilometer lange Strecke stehen in diesem Jahr rund 500 000 Euro bereit. Eine Summe, die wohl nur eingehalten werden kann, wenn der Unterbau der Straße noch weitestgehend in Ordnung ist.

Deutlich mehr Geld, bei etwa gleicher Streckenlänge, sollen für die Landstraße 707 zwischen Ortsausgang Wiebche und Wormgermühle ausgegeben werden. „Hier planen wir 2017 eine Ertüchtigung der Straße im Bestand“, erläutert Eberhard Zimmerschied. Für die Verkehrsteilnehmer bedeutet das eine komplette Erneuerung einer Fahrbahn.

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