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Unternehmen warnt Kommunen vor höheren Straßenbaukosten

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Von: Göran Isleib

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Im Autobahnkreuz Hagen wird eine Verbindung von der A46 auf die A45 gesperrt.
Die Straßenbaukosten werden steigen, warnt die Basalt AG. Die Kommunen sollten vorsorgen, indem sie ihre Etats erhöhen, so der Rat. © Jan Woitas / dpa

Wie bereits berichtet, hat der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie (vero) Forderungen an die Bundesregierung gestellt, dass eben jene schnellstmöglich auf die exorbitant steigenden Energiepreise reagieren müsse.

Meinerzhagen - Auch in Meinerzhagen werden Rohstoffe produziert, hier durch die Basalt AG (BAG). Wie geht die BAG mit den steigenden Preisen um und wie wird sich die Zukunft des Unternehmens entwickeln?

Im heimischen Raum betreibt die Basalt AG drei lokale Steinbrüche, und zwar im Listertal (Hunswinkel/Berlinghausen), in Talbecke (Gummersbach) und in Wildbergerhütte (Reichshof). Wie sind die Kosten bei der Basalt AG gestiegen? „Wie von vero beschrieben, wirken sich bereits seit Monaten die enorm ansteigenden Energiepreise auf die wirtschaftliche Lage von Industrieunternehmen in Deutschland aus. Neben der Bau- und Rohstoffindustrie verschärft sich die Situation nachgelagert in der gesamten industriellen Wertschöpfungskette“, teilt die Basalt AG auf Anfrage schriftlich mit.

Die Energiepreisentwicklung sei in allen Bereichen dramatisch, so habe sich zum Beispiel der Erdölindex des Statistischen Bundesamtes im Juni fast verdoppelt zum Vorjahreszeitraum. Der Dieselpreis sei im gleichen Zeitraum von rund 1,40 Euro je Liter auf 2 Euro je Liter gestiegen. „Noch dramatischer ist es bei den Strommärkten“, so die Basalt AG weiter. „Hier wurden zeitweise 2023 Futures mit 500 Euro je Megawattstunde gehandelt – die gleichen Futures wurden ein Jahr zuvor noch für rund 75 Euro je Megawattstunde gehandelt.“

Die BAG als energieintensives Unternehmen arbeite mit allen beteiligten Partnern daran, die Kostensteigerungen möglichst gering zu halten. „Dennoch wird die Straße beziehungsweise der Straßenbau aufgrund der steigenden Rohstoff-, Material- und Lohnkosten teurer“, prophezeit das Unternehmen. Es sei daher unbedingt notwendig, die Etats im öffentlichen Haushalt zu erhöhen. „Denn bei gleichen Budgets würde die Bauaktivität erheblich zurückgehen. Dies würde den Zustand der deutschen Verkehrswegeinfrastruktur weiter verschlechtern und ist insofern systemkritisch“, lautet die deutliche Warnung der BAG.

„Insgesamt ist die BAG in ihren Unternehmungen solide aufgestellt, dies gilt insbesondere auch für die regionalen Betriebe im Listertal, in Talbecke (Gummersbach) und in Wildbergerhütte. Wir sind zuversichtlich, dass wir die anhaltende Energiekrise kurzfristig meistern können“, glaubt die BAG. Zugleich sieht sie allerdings politischen Handlungsbedarf, um die Energieversorgung in Deutschland sicherzustellen und die Infrastrukturetats den gestiegenen Kosten anzugleichen.

Und wie sieht der Blick in die Zukunft aus? „Die BAG arbeitet bereits daran, ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern durch den Einsatz von erneuerbaren Erzeugungstechnologien zu reduzieren und so auch den CO2-Ausstoß dauerhaft zu senken“, heißt es.

Über die Basalt AG

Der Geschäftsbereich Natursteine der Werhahn-Gruppe bündelt unter Führung der 1888 gegründeten Basalt-Actien-Gesellschaft (BAG) mit insgesamt mehr als 4000 Mitarbeitern vier Geschäftsfelder in rund 330 modernen Betriebsstätten: Mineralische Rohstoffe, Asphaltmischgut, Baustoffrecycling/-deponie sowie Bauchemie. Neben Deutschland, Schweden und den Benelux-Staaten ist der Geschäftsbereich in den mittel- und osteuropäischen Ländern Polen, Russland, der Ukraine, Tschechien und Ungarn tätig. Im Geschäftsfeld Mineralische Rohstoffe werden in 90 eigenen Steinbrüchen Hartgesteine gewonnen, aufbereitet und regional vermarktet. Ein wesentlicher Teil der Rohstoffe wird zudem für die Produktion von Asphaltmischgut in 175 eigenen Anlagen verwendet. Das Geschäftsfeld Bauchemie produziert und vertreibt überwiegend bituminöse Abdichtungsstoffe für den Straßen- und Hochbau. Im Geschäftsfeld Baustoffrecycling/-deponie werden unbelastete Baurestmassen bearbeitet und wieder vermarktet oder im Rahmen der Rekultivierung der Steinbrüche verwertet (Quelle: Basalt AG)

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