Mehr als eine Million Euro für die Straßensanierung

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Auf dem Grafweg bei Eckertsmühle kann eine dünnschichtige Asphaltdeckschicht aufgebracht werden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Am Mittwoch wird der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt über das Straßenunterhaltungsprogramm beraten. Aus einer umfangreichen Vorlage der Verwaltung geht hervor, dass der Haushaltsansatz 2013 knapp 40.000 Euro höher liegt, als im vergangenen Jahr.

Mit rund 1,2 Millionen ist diese Summe zwar erheblich, reicht aber, wie in den letzten Jahren, generell nur für die nötigsten Sanierungen aus.

Der „dickste Batzen“ dieses Betrages geht an den Bauhof für seine Unterhaltungsarbeiten der städtischen Straßen, Wege und Plätze, aber auch der Wartehallen. Ebenso sind aus diesem „Topf“ die entsprechenden Materialkosten für den Baubetriebshof, die Kosten für Baumpflegearbeiten und die Unterhaltung der Brücken und Stützmauern, zu bezahlen. Auch die Maßnahmen für die Verkehrsregelung (beispielsweise Fahrbahnmarkierungen und Verkehrsschilder) fallen darunter.

Während der Bauhof, zum Teil mit Unterstützung von Fremdunternehmern, eine Vielzahl von einzelnen kleineren bis mittelgroßen Straßenabschnitten „in Angriff“ nehmen möchte, plant die Verwaltung auch wieder die Sanierung kompletter Straßen. Folgen die Kommunalpolitiker diesen Vorschlägen, sollen in Meinerzhagen die Oberflächen der Schubert- und Haydnstraße und in Valbert der Straßen Am Piwitt, Heidewinkel, Am Fliederbusch und Auf den Breien saniert werden. Ebenso ist der Grafweg bis Eckertsmühle mit auf der Liste der Verwaltung.

Zum Einsatz soll dabei wieder die „dünnschichtigen Asphaltdeckschichten“ (DSK) kommen. Ein Verfahren, das im vergangenen Jahr erstmalig im Stadtgebiet Meinerzhagen an einigen Straßen ausprobiert wurde.

Animiert durch die guten Ergebnisse in den Anliegerstraßen wie der Dränkerkampstraße, der Windebrucher Straße, Zur Bunne, Unterm Weinbusch, Zum Rothenstein und in Teilbereichen der Industriestraße Darmcher Weg, möchten die Fachleute aus dem Rathaus mit dieser kostengünstigen Sanierungsvariante die noch vorhandene gute Bausubstanz erhalten.

Bei der ebenfalls geplanten Straßensanierung Am Rottland hingegen ist man im Rathaus zu anderen Erkenntnissen gekommen: „In stark frequentierten gewerblichen Zufahrten mit Lkw- und Staplerverkehr wird dieses Verfahren nicht weiter eingesetzt, da hier kein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden konnte“, heißt es dazu in der Vorlage.

Fast schon ein wenig resignierend klingt in der Vorlage auch an, dass „mit den im Haushalt bereit gestellten Mitteln in Höhe von rund 1 200 000 Euro der Substanzerhaltung der städtischen Straßen auch in 2013 nur zum Teil Rechnung getragen werden kann. Nach wie vor ist ein zunehmender Unterhaltungsstau erkennbar. Deshalb wären zusätzliche Finanzmittel zur Erhaltung der städtischen Verkehrsinfrastruktur wünschenswert“.

So sehr die jeweiligen Anwohner und Nutzer der im Stadtgebiet auch nach diesem Winter sicherlich wieder schlechter gewordenen Straßen den Wunsch der Verwaltung wohl teilen werden, die angespannte Finanzlage dürfte für deren Erfüllung keinen Spielraum lassen. So wird in Anlehnung und Umkehrung an ein altes Sprichwort auch in nächster Zeit nur der „stete Tropfen“ die Schlaglöcher füllen. ▪ jjh

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