Stileiche wird als Naturdenkmal gepflegt

Weithin prägend für Orts- und Landschaftsbild erhebt sich diese mindestens 150 Jahre alte Stieleiche auf dem Grundstück der Familie Arens in Redlendorf. Seit 2001 ist der Baum ein offizielles Naturdenkmal. J

MEINERZHAGEN ▪ Diese wunderschöne Stieleiche, die auf dem Grundstück des Hauses Arens oberhalb des Genkeltals in der kleinen Ortschaft Redlendorf steht, könnte viel erzählen. Mindestens 150 Jahre alt ist sie. Als sie gepflanzt wurde, gab es noch kein deutsches Kaiserreich.

Meinerzhagen gehörte zur Grafschaft Mark und war ein Teil Preußens. Könige und Kaiser kamen und gingen, es gab Kriege, gute und schlechte Zeiten.

Und noch immer steht der Baum an seinem Fleck, erfreut Nachbarn und Wanderer durch seinen Anblick im Wechsel der Jahreszeiten.

Seit etlichen Jahren ist die Eiche ein offizielles Naturdenkmal, steht damit in der Obhut der unteren Landschaftsbehörde beim Märkischen Kreis. In deren Auftrag erfolgte jetzt eine sogenannte Kronenpflege. Diplom-Ingenieur Wolfgang Graeber, der bei der Behörde zuständig ist für derartige Naturdenkmale und der auch den Baum in Redlendorf aus seiner Betreuung gut kennt, verweist im Gespräch mit der MZ auf die Besonderheiten: „Es handelt sich hier um einen das Orts- und Landschaftsbild weithin prägenden Hofbaum. Aufgrund seiner exponierten Lage hat er sich prächtig entwickeln können, so auch seine typisch kugelige Kronenform ausgebildet.“

2001 erfolgte im Zusammenhang mit der Aufstellung eines Landschaftsplans für das Stadtgebiet Meinerzhagen die Unterschutzstellung. Die Stieleiche ist mittlerweile 18 Meter hoch und weist einen Meter über dem Boden einen Stammumfang von stolzen 3,70 Meter auf. Im Jahresrhythmus erfolgen Kontrollen, die Aufschluss geben über den jeweiligen Zustand. Um die Redlendorfer Eiche muss man sich weiter nicht sorgen. Was kürzlich im Auftrag der unteren Landschaftsbehörde von einem Fachbetrieb für Baumpflege vorgenommen wurde, diente der Entfernung von Totholz und Wildwuchs. Das geschieht zum einen aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht, vor allem aber auch im Hinblick auf die Gesunderhaltung des Baums.

Auf Meinerzhagener Gebiet gibt es übrigens insgesamt 24 solcher geschützten Bäume, besonders schöne Exemplare unter anderem in Ihne, Elminghausen und Rinkscheid.

Von Horst vom Hofe

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