1. come-on.de
  2. Volmetal
  3. Meinerzhagen

„Oldies“ bestimmen das Bild in Valbert

Erstellt:

Von: Gertrud Goldbach

Kommentare

Oldtimer-Treffen 2022 in Valbert
Von 1931 und damit der älteste Oltimer in Valbert war dieses Model A von Ford. © Goldbach, Gertrud

Unruhig geschlafen hatte Jörg Simon noch die vergangene Nacht. Immer wieder hörte er den Regen an seinem Fenster und sah schon die Oldtimerveranstaltung des Vereins „Gemeinsam für Valbert“ ins Wasser fallen.

Meinerzhagen - Doch schon gegen Mittag strahlte er, die Sonne hatte sich durchgesetzt und der Lidl-Parkplatz in Valbert war mit Oldtimern, aber auch Besuchern gut gefüllt.

Nach den Standorten Ebbehalle und Listerhalle hatte sich der Verein den Lidl-Parkplatz ausgesucht. „Wir machen das bewusst, dass wir unterschiedliche Plätze nutzen“, erläuterte Jörg Simon. „So ermöglichen wir auch Bewohnern aus anderen Bereichen Valberts uns ortsnah zu besuchen.“ Dem Verein „Gemeinsam für Valbert“ halfen bei der Bewirtung der Besucher die Haaner Wildschmiede Carsten Hoff und die Valberter Jungschützen im Bierrondel.

Blank gewienert und wie neu sahen viele der angereisten Oldtimer aus. Viel Interesse weckte beispielsweise ein Fiat 500, ein sogenannter Schikwe’schentu, von 1973. „Größer ist doof“ war selbstbewusst auf dem kleinen Auto von Henning Christmann aufgedruckt – und das sorgte für Aufsehen. Ebenso interessant war der MG B von Gerd Walter Mörchen: „Der ist von 1976“, erklärte er. „Gebaut wurde er von 1962 bis 1980. Ich fahre ihn seit zehn Jahren. Mit dem V8-Motor fährt der Wagen sich ruhig. Ein Vorteil ist auch, dass man auf langen Strecken häufiger Pause machen kann – weil man tanken muss.“

Robin Brandt hatte ein seltenes Auto dabei: einen Datsun 240Z von 1972. In Deutschland wurden vom Urgroßvater der ersten Z-Reihe von Nissan gerade einmal 300 verkauft. In Amerika war das Auto erfolgreicher. Der 240Z von Robin Brandt stammte aus San Diego. 2018 wurde er importiert und hier neu aufgebaut, das heißt restauriert. „Japanische Oldtimer sind selten“, wusste Robin Brandt noch zu berichten. Ein optischer Hingucker war auch der VW Käfer von Alexander Nieleck: Der Oldtimer aus dem Jahr 1969 war im California-Look gehalten. „Das Auto ist so tief gelegt, wie möglich. Vorne hat es schmale Reifen und hinten breite“, beschrieb Alexander Nieleck seinen Käfer. Zudem war dieser im Rat-Look, dem Rattenlook, gehalten. Hierzu gehörte, dass an ihm rostige Stellen waren und der Lack viele matte Stellen hatte. „Das Auto fährt mit seinen 40 PS eher langsam, dafür wird man mit ihm aber gesehen“, so Alexander Nieleck.

Doch nicht nur Autos kamen zum Oldtimertreffen nach Valbert. Auch Motorräder waren dabei: Das von Frank Herberg hatte eine bewegte Geschichte hinter sich. „Ich habe meine Honda XL 500R Baujahr 1983 als Teileträger gekauft. Seit 27 Jahren fahre ich sie und habe sie komplett mit Originalersatzteilen restauriert.“ Als es fertig war, wurde es Frank Herberg aus seiner Garage gestohlen, doch er bekam es mit viel Glück und der Hilfe der Polizei wieder zurück.

Über das Wetter und den guten Zuspruch freuten sich die Organisatoren von „Gemeinsam für Valbert“ sehr. Mit einem kleinen Geldbetrag konnten die Aussteller und Besucher den Verein unterstützen, damit er die finanziellen Möglichkeiten hat, weitere attraktive Angebote zu machen.

Auch interessant

Kommentare