Volkspark und Fußgängerzonen: Neue Stelen weisen den Weg

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Für den Eingang zur Fußgängerzone „Zur Alten Post“ fand dieser Entwurf eine Mehrheit im Ausschuss.

Meinerzhagen - Hier geht’s zur Fußgängerzone beziehungsweise in den Volkspark! Optisch soll das künftig deutlicher werden. Wo sich die Eingänge befinden, dürfte jeder Einheimische indes wissen.

Und dennoch: Gerade diese insgesamt fünf Eintrittspforten werden bald aufgewertet – ein Service auch für ortsunkundige Besucher. Dazu werden nun Stelen aufgestellt. 

Im Bau- und Vergabeausschuss waren die neuen Stelen jetzt Thema. Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck erläuterte, dass sich die Verwaltung lange mit der Auswahl von Entwürfen beschäftigt habe. Die finalen Ideen habe man dann von einer örtlichen Werbeagentur „stilisieren“ lassen. 

Für den Bereich Zur Alten Post/Einmündung Volmestraße kam dabei heraus: Aufgestellt werden zweimal vier Stahl-Stelen, alle etwa „mannshoch“. Auf den beiden äußeren Installationen werden zwei (geschlechtsneutrale) Figuren ausgelasert, die beiden Inneren tragen die Schriftzüge „Zur Alten Post“ und „Fußgängerzone“, die ebenfalls per Laser ausgeschnitten werden. Bodenstrahler sollen die Stelen bei Dunkelheit illuminieren. „Die Leerrohre dafür liegen schon“, erläuterte Tischbiereck. Auf Vorschlag von Bürgermeister Jan Nesselrath soll sich zudem noch das „M“ für Meinerzhagen, das bereits am Kreisverkehr an der Stadthalle aufgestellt wurde, auf einer Stele wiederfinden – und zwar am Fuße des Schriftzuges „Zur Alten Post“.

An der Derschlager Straße werden auf den beiden äußeren Stelen beide Geschlechter „verewigt“. Eingerahmt von einem „ausgelaserten“ Mann und seinem weiblichen Pendant finden sich die Hinweise „Fußgängerzone“ und „Derschlager Straße“. 

Kann in den sich verengenden Schlitzen ein Kind steckenbleiben? Sind die Stelen auch standsicher? Bieten sie Schutz vor terroristischen Attentaten mit Autos? In der folgenden Diskussion ergaben sich einige Fragen, welche die Verwaltung nun gemeinsam mit dem Metallbauer klären will, der die Stelen anfertigen soll. In Sachen Stabilität jedenfalls konnte die Verwaltung Bedenken sofort ausräumen. Zunächst ist jetzt geplant, hölzerne Modelle herzustellen, mit denen man sich vor Ort einen Eindruck über die Wirkung der Entwürfe verschaffen will. 

Der Volkspark mitsamt Villa im Park wurde aufgewertet und seine Bedeutung für die Innenstadt ist gewachsen. Dem soll mit drei neuen Stelen Rechnung getragen werden. Sie werden ihren Platz an den Eingängen im Bereich Volmestraße (Diva am Park und Bruchsteinmauer Ecke Kapellenweg) und gegenüber des Busbahnhofes finden. Weil die Firma Busch und Müller als Sponsor auftrete und die etwa 30 000 Euro, die an Kosten anfallen, übernehme, gestalte sich diese Maßnahme für die Stadt kostenneutral, informierte die Verwaltung im Bau- und Vergabeausschuss. Auch diese Installationen werden bei Dunkelheit beleuchtet. Auf ihnen sollen sich laut Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar Informationen finden, zum Beispiel über die Geschichte des Parks und der Villa. 

Die Farbauswahl habe allerdings länger gedauert und nicht zum von der Verwaltung gewünschten Ergebnis geführt, erläuterte Rothaar. Der Grund: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Denkmalbehörde habe die ursprünglich favorisierte dunkelrote Farbe abgelehnt, so dass man sich schließlich für Dunkelblau entschieden habe. Und bewusst sei die Wahl auf völlig andere Stelen gefallen, als an den Fußgängerzonen. „Das ist ein ganz anderer Raum mit einem ganz anderen Charakter“, erläuterte Rothaar. 

Mehrheitlich wurde schließlich der Vorschlag der Verwaltung in Sachen „Stelen Fußgängerzone“ angenommen und auch entschieden, dass an den Installationsorten unterschiedlich stilisierte Figuren ausgelasert werden sollen – zuvor hatte Matthias Scholand (CDU) daran Kritik geübt und für eine einheitliche Optik plädiert. Bei einer Gegenstimme fand auch der Vorschlag für die Volkspark-Eingänge am Ende breite Zustimmung.

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