Es ist eine Gefahr für Schwimmer

Talsperre im Sauerland fällt trocken: Seegrund  gibt grünes Geheimnis preis

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Auf dem trocken gefallenen Seegrund ist das ganze Ausmaß des Problems sichtbar. 

In einer Talsperre im Sauerland muss für Bauarbeiten das Wasser abgelassen werden. Der Seegrund fällt teilweise trocken und die Talsperre gibt ihr grünes Geheimnis preis. Es ist eine Gefahr für Schwimmer. 

  • Nach mehreren Jahren fällt eine Talsperre teilweise trocken
  • Der Seegrund gibt ein grünes Geheimnis preis
  • Das Ausmaß des Problems wird erst jetzt sichtbar

Das Wasser geht, die Elodea zeigt sich: Mit der für die geplante Sanierung der Staumauer notwendigen Absenkung des Wasserspiegels zeigt sich an der Listertalsperre bei Meinerzhagen auch wieder die Pflanze, die man hier lieber nicht sehen würde: die Wasserpest. 

Die grüne „Pest“, die sich seit Jahren mal mehr, mal weniger stark an der Talsperre ausbreitet und bekanntlich eine Gefahr für Schwimmer darstellen kann, wächst beispielsweise im Bereich des Badestegs in Hunswinkel. Im Vorjahr fielen zahlreiche Stauseen im Sauerland wegen der Hitze trocken - es entstanden eindrucksvolle Bilder.

Weite Bereiche des Ufers liegen trocken. Das Betreten ist verboten. 

Den niedrigen Wasserstand nutzen und die Elodea jetzt wegschaffen – „das wäre wohl vergebene Liebesmühe“, sagt Markus Rüdel. Er ist Sprecher des Ruhrverbands und er kennt die Verfahrensweise, die wirklich effektiv ist, um die Verbreitung des Froschbissgewächses „in Schach“ zu halten: „Ohne Frost macht die Arbeit keinen Sinn.“ 

Talsperre fällt trocken: Grünes Geheimnis auf dem Seegrund

Die Elodea wuchert unter der Wasseroberfläche vor allem dann, wenn Badesaison am heimischen Gewässer und Ausflugsort ist. Im September etwa verfärbe sie sich dann braun und sterbe ab. Ein gewisser Teil verbleibe aber im Boden, und den gelte es „auszufrieren“, um eine Ausbreitung zu verhindern. Die angefrorenen Sporen müssten vernichtet werden – diese Methode habe in den vergangenen Jahren Erfolg gezeigt. So sei es gelungen, das Wachstum für ein oder sogar zwei Jahre einzudämmen.

Mit Schildern wird vorm dem Betreten des Ufers gewarnt. Dee Seegrund der Talsperre liegt teilweise trocken. 

Beim Abtragen der Pflanze hatten sich jedes Mal freiwillige Helfer gefunden. Unter der Regie des Valberter Ortsvorstehers Hans-Gerd Turck und zusammen mit Mitarbeitern des Baubetriebshofes war die Elodea-Beseitigungsaktion an den Badestellen auf Meinerzhagener Stadtgebiet durchgeführt worden. „Sollte es eine anhaltende Frostperiode geben, würden wir hier in Abstimmung mit der Stadt Meinerzhagen aktiv werden“, blickt Markus Rüdel in Richtung Winter. Die Lister würde dann vom Betreiber der Talsperre wieder abgesenkt werden.

Talsperre fällt teilweise trocken: Aufstau nach der Sanierung

Sobald die Sanierungsarbeiten an der Staumauer beendet sind, soll sie aber erst einmal wieder aufgestaut werden, so die Planungen des Ruhrverbandes. Derzeit sind Ufer und Badestrände der Talsperre noch gesperrt. Es droht Lebensgefahr auf dem freiliegenden Seegrund. 

Die Reinigung und Sanierung der Fugen der Staumauer, die die beiden Talsperren Bigge und Lister trennt, soll zum einen für die Sicherheit des Bauwerkes sorgen, zum anderen soll der aus der aus dem Wasser ragende Teil auch optisch aufgewertet werden.

Arbeiten an der Talsperre laufen bis Spätherbst

Vor vier beziehungsweise zwei Jahren hatte der Ruhrverband die andere Mauerseite Richtung Bigge saniert. Damals auf der gesamten Höhe von 42 Metern ab der Gründungssohle und auf der gesamten Länge von 264 Metern. Bei der jetzigen Sanierung fällt die Fläche deutlich kleiner aus. Rund vier Meter unterhalb der Mauerkrone sollen die Fugen saniert werden. Die Arbeiten, für die der Ruhrverband rund 120.000 Euro investiert, sollen im Spätherbst abgeschlossen sein.

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