1700 Fahrzeuge und 6500 Besucher am Flugplatz

Polizei-Präsenz beim Tuningtreffen in Meinerzhagen: Traurige Bilanz

+
Selbst ein Abschleppunternehmer konnte diesen VW Golf nicht aufladen.

Meinerzhagen - Die Polizei zeigte am Sonntag beim Tuningtreffen auf dem Meinerzhagener Flugplatz Präsenz. Laut einer Pressemitteilung von Montagmorgen zählten die Beamten rund 1700 Fahrzeuge und 6500 Besucher. Es sei zu kilometerlangen Staus und langen Wartezeiten gekommen. Die polizeiliche "Ausbeute" der Kontrollen war umfangreich - wir fassen sie hier zusammen.

Besonders speziell war dieser Fall: Ein Tuning-Fan hatte seinen Pkw so stark tiefer gelegten, "dass selbst ein Sichersteller das Fahrzeug nicht aufladen konnte." 

Das Auto habe unter Polizeibegleitung bis zum Sicherstellungsgelände des Abschleppunternehmers gefahren werden müssen, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung.

Diese Taschenlampe der Polizeibeamten konnte von einem massiv tiefer gelegten Pkw nicht überfahren werden.

Und fügt "zur Veranschaulichung" hinzu: "Eine am Kopf 3,5 Zentimeter hohe dienstliche Taschenlampe der kontrollierenden Polizeibeamten konnte von dem Fahrzeug nicht überfahren werden."

Acht Mal untersagten die Polizeibeamten Autofahrern die Weiterfahrt, weil ihre Fahrzeuge wegen gravierender technischer Veränderungen als nicht mehr verkehrssicher eingeschätzt worden waren.

Auf der Anfahrt zum Meinerzhagener Flugplatz bildeten sich lange Staus mit entsprechenden Wartezeiten.

82 Mal wurde das Erlöschen der Betriebserlaubnis ausgesprochen. In diesen Fällen waren ebenfalls Veränderungen an den Fahrzeugen vorgenommen worden, die aber nicht gleich dazu führten, dass die Verkehrssicherheit in Frage gestellt werden musste. 

Diese Personen müssen binnen einer bestimmten Frist die festgestellten Mängel beseitigen und ihre Autos noch einmal vorstellen. Das verdeutlichte Marcel Dilling aus der Pressestelle der Kreispolizeibehörde Soest auf Nachfrage.

Insgesamt wurden rund um das Tuning-Treffen 260 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt - 46 Mal wurden deshalb Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben und 214 Verwarngelder verhängt. "Der traurige Spitzenreiter fuhr 129 bei erlaubten 70 km/h", so die Polizei.

Vier Mal fertigten die Polizisten Strafanzeigen - zwei davon wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Ein Tuner war ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs und ein Beamter wurde mit dem "Stinkefinger" beleidigt.

Lesen Sie zum Thema auch:

6. Mai: US-Car-Szene auf dem Meinerzhagener Flugplatz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare