Radverkehrsnetz

Mit dem Rad zur Arbeit

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Steil, aber machbar: Dank E-Bikes ist auch die entspannte Fahrt über die Hahnenbecke nach Kierspe möglich.

Märkischer Kreis – Meinerzhagen ist nicht Münster und Lüdenscheid nicht Lünen. Und doch wird das Fahrradfahren auch im Märkischen Kreis immer beliebter – dem E-Bike sei Dank.

Aus bislang schier unbezwingbaren Anstiegen werden dank Elektroantrieb gefühlt nur noch kleinere Hügel. Eine Entwicklung, die immer mehr Märker auch für den Weg zur Arbeit aufs Rad umsteigen lässt. Darauf wollen die 15 Kommunen des Kreises nun reagieren.

Fachausschüsse gefragt

Einige Fachausschüssen der Städte und Gemeinden werden sich in naher Zukunft mit der Idee eines „Masterplans Radverkehrsnetz MK“ in irgendeiner Form beschäftigen. Vor dem Hintergrund einer Metamorphose des Sauerlands in eine Radfahrerregion will der Fachdienst Verkehrssicherung und -lenkung des Märkischen Kreises den Fokus auf den „Alltagsverkehr“ lenken. „Dabei geht es eben nicht um die Ausweisung touristischer Strecken, wie es durch das bestehende Radverkehrsnetz NRW geschieht“, erklärt Diana Czech, Mitarbeiterin des zuständigen Fachdienstes im Kreishaus. Die weißen Schilder mit roter Aufschrift sind allerorten zu finden und weisen auf Knotenpunkte und auch fernere Radfahrziele hin. Unter www.radverkehrsnetz.nrw. de können die Strecken nachverfolgt und Routen geplant werden.

Masterplan notwendig

Der Masterplan für den Märkischen Kreis soll viel eher für jene Radfahrer erstellt werden, die den Weg zur Arbeit, zum Einkauf, in die Schule oder Kita zurücklegen wollen. Welche Gefahrenpunkte lauern auf der Strecke? Ist eine Anbindung eventuell sogar mit baulichen Maßnahmen möglich? „Am Ende können natürlich auch bauliche Veränderungen ein Ziel sein, um gute, sinnvolle Wege zu finden“, erklärt Diana Czech.

Frühe Phase der Planung

Wie der Masterplan dann aber konkret umgesetzt werden kann, müsse sich erst zeigen. „Wir befinden uns noch in einer sehr frühen Phase der Planung, die auf das Radverkehrsgesetz NRW zurückgeht“, erklärt die Kreishaus-Mitarbeiterin. Dieses Gesetz wurde erst im November 2019 verabschiedet und beinhaltet unter anderem das Ziel eines konsequenten Ausbaus der Radverkehrsinfrastruktur, insbesondere von Radschnellwegen, regionalen Radwegenetzen und Fahrradabstellanlagen – „dafür werden wir auch einige Fördertöpfe anzapfen können“, erhofft sich Diana Czech für Kreis und Kommunen durchaus finanzielle Unterstützung – sowohl vom Land als auch vom Bund.

Hinweisschild auf das Radverkehrsnetz NRW an der Krim in Meinerzhagen: Die weiß-rote Beschilderung zielt im Kern auf touristische Radfahrer ab, nicht aber auf Nutzer von „Alltagswegen“, etwa zum Arbeitsplatz.

 „Dafür ist ein Konzept aber zwingend notwendig.“ Bis es so weit ist, sammle man nun aber zunächst vorhandene Konzepte der Kommunen, um später in Zusammenarbeit mit einem externen Büro den Masterplan entwickeln und realisieren zu können.

Sicher von Wohnung zum Arbeitsplatz

Am Ende soll der sichere Weg von der Wohnung bis zum Arbeitsplatz möglichst vielen Bürgern im Märkischen Kreis ermöglicht werden. Und die sollen sich übrigens auch aktiv an der Erstellung des Masterplans beteiligen können: ganz infektionsgeschützt mithilfe eines Online-Tools.

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