Das kühle Nass wird in Meinerzhagen teurer

+
Im kommenden Jahr erhöhen die Stadtwerke Meinerzhagen die Kosten für den Wasserbezug.

Meinerzhagen - Zum Jahreswechsel 2017/2018 erhöhen die Stadtwerke Meinerzhagen den Wasserpreis. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor.

„Nachdem die Tarife für Trinkwasser über zwölf Jahre hinweg für die Kunden stabil geblieben waren, machen schon seit längerem stetig steigende Kosten in allen Bereichen diesen Schritt notwendig. Mit der neuen Tarifgestaltung werden die Grund- und Arbeitspreise am dem 1. Januar 2018 moderat angehoben“, heißt es weiter.

Warum wird das Trinkwasser teurer?

Das Trinkwasser werde teurer – aber aus gutem Grund: „In den vergangenen Jahren sind die Kosten für Lohn und Material sowie auch die Anforderungen an eine zeitgemäße Infrastruktur stetig gestiegen“, erläutern die Geschäftsführer der Stadtwerke Meinerzhagen, Petra Gothe und Michael Berkenkopf. „Diese Entwicklung haben wir lange finanziell selbst aufgefangen und nicht an unsere Kunden weitergegeben. Um aber auch künftig eine qualitativ hochwertige Wasserversorgung gewährleisten zu können, müssen wir nun den Schritt gehen und unsere Preise anheben.“ Schon seit Jahren bestehe eine Kostenunterdeckung des Wasserpreises, so dass die Angleichung nun unabdingbar sei. Außerdem müssten zur Wahrung der gewohnten Versorgungsstandards auch die Anlagen auf dem Stand der Technik gehalten werden.

Was wird wie ab 2018 exakt teurer?

Die Preiserhöhung fällt nach Informationen der Stadtwerke nach einem zweigeteilten Modell und „so gering wie möglich“ aus: Zum einen wird die Grundgebühr angehoben, die je nach Zählergröße variiere. „Damit schaffen die Stadtwerke eine verbrauchsunabhängige planbare Basis zur Deckung der Fixkosten!“ Bei der in Meinerzhagen am häufigsten verwendeten Zählerart ist mit einer Erhöhung um zwei Euro netto im Monat zu rechnen. Darüber hinaus erfolgt eine Erhöhung des Arbeitspreises um 5 Cent netto je Kubikmeter auf dann 1,43 Euro netto je Kubikmeter.

Mit welchen Kosten müssen die Kunden rechnen?

Die Beispielrechnung zeigt: Bei einem Durchschnittsverbrauch eines Einfamilienhauses von 150 Kubikmetern im Jahr bedeutet die Preisanhebung einen Anstieg um insgesamt etwa 31 Euro netto im Jahr. Davon entfallen 24 Euro netto als Fixkosten auf die Zählergebühr sowie weitere sieben Euro netto auf den Arbeitspreis.

Was wollen die Stadtwerke erreichen?

Mit dieser Form der Preisangleichung wollen die Stadtwerke auch weiterhin als Dienstleister in der Region ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis für ihre Kunden sicherstellen, heißt es weiter in der Mitteilung des Unternehmens. „In vielen anderen Kommunen finden bereits seit Jahren immer wieder Preiserhöhungen statt“, so die Geschäftsführer. „Nach zwölf Jahren sind wir nun dazu gezwungen, unsere Preisstruktur anzupassen. Dabei haben wir uns bemüht, dies so verträglich wie möglich vorzunehmen. Transparenz, Ausgewogenheit und Qualität zu angemessenen, günstigen Preisen stehen für uns im Mittelpunkt: Unser Ziel ist eine kostendeckende Wassersparte bei gleichzeitig bester Versorgung unserer Kunden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.