Trotz Ukraine-Krise: Gaspreis stabil

Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Berkenkopf.

Meinerzhagen - Tausende von Kilometern trennen Meinerzhagen und die Ukraine. Und dennoch: Die Unruhen in dem krisengeschüttelten Land können Auswirkungen bis ins Volmetal haben.

Von Jürgen Beil

Das hat mit Rohstoffen und deren Preisen an den internationalen Märkten zu tun. Russland ist ein großer Erdgas-Lieferant und genau damit heizen und kochen auch viele Volmestädter. Weil Russland massiv in die Geschehnisse in der Ukraine involviert ist und Rohstoffe auch zum Druckmittel der Politik werden können, droht ein Preisanstieg oder im schlimmsten Fall sogar ein Gas-Boykott.

Michael Berkenkopf ist Geschäftsführer der Stadtwerke Meinerzhagen. Er ist momentan allerdings sicher, dass seine Kunden in diesem Winter nicht im Kalten sitzen werden und weiter warm duschen und kochen können: „Wir sind über den Winter abgesichert und wir können den Gaspreis sogar halten. Bis Ende März 2015 wird der stabil bleiben.“ Diese gute Nachricht für alle Verbraucher hat damit zu tun, dass die Stadtwerke entsprechende Verträge mit Großlieferanten abgeschlossen haben. „Von der Zusammensetzung her kommt das Erdgas, das wir hier in Meinerzhagen beziehen, aus Holland“, berichtet Berkenkopf, der die Situation in der Ukraine dennoch interessiert verfolgt: „Da es keine Kopplung des Gaspreises an das Erdöl mehr gibt, reagieren die Märkte nun noch empfindlicher auf Krisen. Es reicht oft eine negative Meldung, um für Bewegung zu sorgen. Die Lage in der Ukraine sollte sich deshalb möglichst schnell stabilisieren“, hofft Berkenkopf.

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