„Urgesteine“ verlassen Stadtwerke-Aufsichtsrat

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Erhard Pierlings, Wolfgang Hinz, Helmut Benninghaus und Rainer Schmidt (Zweite Reihe, von links) wurden aus dem Aufsichtsrat verabschiedet.

Meinerzhagen - Meinerzhagen ist im Umbruch – und das auch, was personelle Weichenstellungen betrifft. Neue Mitarbeiter in Schlüsselpositionen bestimmen die Geschicke der Stadt – und auch bei den Stadtwerken, dem heimischen Energieversorger, scheiden verdiente Mitglieder aus dem Aufsichtsrat aus und machen neuen Platz.

Von Jürgen Beil

Vollzogen wurde der „Umbau“ am Dienstag im Rahmen einer Gesellschafterversammlung am Stammsitz, der „Dränke“. Dort verabschiedeten Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Berkenkopf, Rolf Puschkarsky als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates und Bürgermeister und Aufsichtsrats-Vorsitzender Jan Nesselrath mit Wolfgang Hinz, Erhard Pierlings, Rainer Schmidt und Helmut Benninghaus gleich vier „Urgesteine“ aus diesem Gremium.

Der Lüdenscheider Wolfgang Hinz von der Mark E gehörte dem Aufsichtsrat der Meinerzhagener Stadtwerke seit dem Jahr 2000 an – neben ihm prägten vor allem drei örtliche Mitglieder die Geschickte des Unternehmens entscheidend mit. Am längsten dabei war Helmut Benninghaus. 35 Jahre arbeitete er in diesem Gremium mit. Von 1979 bis 1999 übernahm er zwei Jahrzehnte Verantwortung als Vorsitzender.

„Als ich 1992 in den Rat der Stadt kam, da warst du für mich von Anfang an derjenige, der ,Mister Wasserwerk’ war“, blickte Puschkarsky augenzwinkernd zurück und erwähnte auch, dass Benninghaus als Vorsitzender des Wasserwerksausschusses und auch in der Zeit im Aufsichtsrat immer Fachkenntnis und das Geschick des Tüchtigen gehabt habe. „Mit allen Wassern gewaschen, geschickt im Verhandeln und im Umgang mit Menschen“, charakterisierte Puschkarsky das UWG-Mitglied.

Viel Lob und Anerkennung – und das auch von Jan Nesselrath – gab es ebenfalls für Rainer Schmidt, 24 Jahre lang Angehöriger des Aufsichtsrates beziehungsweise des ehemaligen städtischen Eigenbetriebes Wasserwerk. „Die Aufnahme des Gasgeschäftes, schwierige Verhandlungen, viele Neuerungen und immer komplizierter werdende Vorschriften, das war dein Geschäft“, bilanzierte Puschkarsky und fügte hinzu: „Deine Querverbindungen und jahrelange Erfahrung auch im kommunalpolitischen Bereich haben dein Mitwirken wertvoll gemacht.“

Altbürgermeister Erhard Pierlings schließlich arbeitete mehr als zwei Jahrzehnte erfolgreich im Stadtwerke-Aufsichtsrat. Pierlings war noch Stadtdirektor, als er 1993 Mitglied in dem Gremium wurde. Von 1999 bis 2004 übernahm er dort den Vorsitz. Dass der Energiedienstleister aus Meinerzhagen ein durch und durch gesundes Unternehmen für die Bürger sei – wie von Pierlings schon beim 100-jährigen Jubiläum 2011 „diagnostiziert“ – , habe man auch dem Ausscheidenden selbst zu verdanken, erläuterte Rolf Puschkarsky und fügte hinzu: „Dass das damals so war und heute noch so ist, ist auch auf deine hohe fachliche Kompetenz, dein Mitwirken und Mitdenken zurückzuführen.“

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