St. Marien: Eine "burgartig geschlossene Kirchenanlage"

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Die katholische Kirche St. Marien könnte unter Denkmalschutz gestellt werden. Zuvor muss sich der LWL aber noch ein genaueres Bild von dem Gebäude machen.

Meinerzhagen - Die Stadtverwaltung hat offenbar keinen großen Handlungsspielraum, wenn es um die mögliche Unterschutzstellung der katholischen Kirche St. Marien geht. Das erklärte Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar auf Anfrage der MZ.

Demnach sei die Verwaltung als Untere Denkmalbehörde vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lediglich mit einer Kurzbegründung auf die Untersuchungen hingewiesen worden. Nun gelte es, einen Ortstermin des LWL und die folgende, ausführliche Denkmalwertbegründung abzuwarten. „Eine Stellungnahme geben wir zu dem Thema vorher nicht an den LWL ab“, erklärte Rothaar. 

In der bisher vorliegenden kurzen Begründung würden vier wesentliche Punkte genannt, die eine Unterschutzstellung vorbehaltlich einer weiteren Prüfung ermöglichten:

  •  die architekturgeschichtliche Bedeutung und Überlieferung, da es sich um eine schlichte und zurückhaltende Bauform handele, „die dem Leitbild der burgartig geschlossenen Kirchenanlage“ verpflichtet sei
  • die kunstgeschichtliche Bedeutung der Ausstattung wie Altar oder Taufbecken, die sich in das architektonische Werk einfüge; 
  • die städtebauliche Bedeutung wegen des ortsbildprägenden Charakters auf einer Anhöhe oberhalb einer Straßengabelung und
  • der ortshistorische Hintergrund, da sich an selber Stelle bereits ein Vorgängerbau befunden hat. 

Wie berichtet, hatte der LWL das Bistum sowie die Stadt über die Prüfung des Denkmalschutzes für St. Marien in Kenntnis gesetzt. Eine Unterschutzstellung, so erklärte Pfarrer Thorsten Rehberg gegenüber der MZ, würde den Plänen zur Sanierung des Gebäudes unter Umständen jedoch im Wege stehen – nicht zuletzt aus Kostengründen. Nun will der LWL vor Ort die Denkmalschutzwürdigkeit intensiv untersuchen und prüfen.

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