Irrwege über die Baustelle: Schilder sollen Abhilfe schaffen

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Woher nur? Aufgrund der Bauarbeiten vor der Stadthalle müssen sich Besucher mit alternativen Routen zufrieden geben. Die Stadtverwaltung will für die kommenden Veranstaltungen weitere Hinweisschilder platzieren.

Meinerzhagen - Keine Frage: Während des Konzerts der A-capella-Formation Basta am Freitagabend gab es viele Gründe zu lachen. Einer davon sorgte im Nachgang jedoch für einen offenen Brief an Bürgermeister Jan Nesselrath.

„Ihr habt es euch richtig schön gemacht“, sagte Basta-Sänger Hannes Herrmann in unmissverständlicher Anlehnung an die Großbaustelle vor den Toren der Stadthalle. Dass an diesem Zustand umgangssprachlich „kein Weg vorbeiführt“, erkennt auch Raimo Benger, Fraktionsvorsitzender der UWG und zugleich Stadthallen-Gast am vergangenen Freitag. Tatsächlich erhofft er sich aber durchaus einen Weg an der Baustelle vorbei. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Am Wochenende veröffentlichte Benger einen offenen Brief an den Bürgermeister, in dem er diesen um kreative Lösungen für eine bessere Beschilderung zum Stadthallen-Haupteingang bittet. Denn: „Nicht nur Gäste von außerhalb suchten nach dem Zugang zur Stadthalle“, schreibt Benger. „Infolge der Baumaßnahmen am Platz war fast der gesamte Bereich gesperrt. Viele, die in der Stadt geparkt hatten, fanden den Zugang nicht und räumten die .Barrikaden‘ beiseite, um über die Baustelle zu gehen“, berichtete der UWG-Fraktionssprecher.

Und so schlägt Raimo Benger vor, aus der Not eine Tugend zu machen, etwa durch weitere Hinweisschilder, die Gäste um Verständnis für den Umweg bitten. Sogar einen roten Teppich bringt der Unabhängige ins Spiel. „Ein roter Teppich für ein solches Konzert über die Baustelle – gern aus Kostengründen aus einfachem Material mit Schildern wie ,Wir heißen Sie willkommen und rollen für Sie den roten Teppich aus und wünschen Ihnen viel Spaß im Konzert‘ wäre denkbar“, meint Benger.

Ein Hinweis, den die Stadtverwaltung aufnimmt, aber auch relativiert. „Wir haben für Nutzer des neuen Fußwegs und der neuen Parkplätze hinter der Stadthalle durchaus eine Beschilderung aufgebaut“, betonte Friedrich Rothaar, Fachbereichsleiter Technischer Service, am Montag auf MZ-Anfrage. Offensichtlich hätten aber Besucher, die etwa aus Richtung Haupt- und Lindenstraße kamen, vor dem Baustellenzaun gestanden und diesen tatsächlich weggeräumt. „Da werden wir für die kommenden Veranstaltungen selbstverständlich Abhilfe schaffen und an den Zäunen Hinweisschilder anbringen“, verspricht Rothaar, der Bengers Idee eines roten Teppichs über das Baustellenfeld aber keine Chance geben kann. „Wir können nicht einfach Personen über eine Baustelle laufen lassen. Da sind wir in der Versicherungspflicht.“

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