Trend hält an: Schon 2720 Briefwahl-Anträge

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Stefanie Groll und ihre Kolleginnen im Bürgerbüro haben bereits alle Hände voll zu tun, um die Briefwahlunterlagen zusammenzustellen. Mehr als 2700 Meinerzhagener haben bereits einen entsprechenden Antrag gestellt.

Meinerzhagen - Sind die Menschen in Nordrhein-Westfalen nach der Landtagswahl im Mai wahlmüde? Zweieinhalb Wochen vor der Wahl zum neuen Bundestag wird diese Sorge immer wieder laut. Doch zumindest aus Meinerzhagen kann Entwarnung gegeben werden.

Bis Donnerstag hatten bereits 2720 Meinerzhagener einen Antrag auf Briefwahl gestellt. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl vor vier Monaten waren „nur“ 2616 gültige (Zweit-)Stimmen per „Fernwahl“ abgegeben worden. Damit lag der Anteil der Briefwähler allerdings bereits bei rund 31 Prozent. „Tendenz steigend“, sagt Wolfgang Nagl, der sich im Rathaus an der Bahnhofstraße federführend um die Abwicklung der Wahl in der Volmestadt kümmert. 

Stadt schickt Unterlagen in alle Welt

„Derzeit ist Hochbetrieb“, sagt Nagl und berichtet unter anderem von Meinerzhagenern, die sich für einen längeren Zeitraum im Ausland aufhalten und daher keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben. „Diese Bürger müssen sich dann von sich aus bei uns melden. Wir machen aber per Luftpost alles möglich – ins australische Outback kann die Zusendung der Wahlunterlagen natürlich etwas länger dauern.“ 

Doch auch der klassische Wähler soll am 24. September natürlich die Chance haben, seine Stimme abzugeben. Traditionell geschieht das in 20 Wahllokalen im gesamten Stadtgebiet. Damit dort alles seinen Gang geht, ist die Stadtverwaltung natürlich erneut auf Wahlhelfer angewiesen. 184 davon stehen Wolfgang Nagl zur Verfügung. Und sogar noch mehr: „Wir haben einige freiwillige Meldungen bekommen, die ich nicht einfach ignorieren will. Stattdessen haben wir eine Reserveliste angelegt“, erklärt der Wahlexperte, der sich auf diese Weise für Krankmeldungen oder anderweitige Absagen rüstet. 

Probelauf der KDVZ am Mittwoch

In der Hoffnung, dass diesmal auch das letzte Meinerzhagener Wahllokal recht zügig seine Ergebnisse meldet – im Mai gab es einige Probleme im Kindergarten Hochstraße – obliegt die Auswertung am 24. September erneut der KDVZ Citkomm, dem Datendienstleister (nicht nur) der Kommunen im Märkischen Kreis. Und auch der sei gerüstet, wie ein Testlauf am Mittwoch deutlich gemacht habe. „Dazu haben wir im Rathaus fiktive Ergebnisse gemeldet, die dann von der Software ausgewertet und in Tabellen und Diagramme umgewandelt wurden“, erklärt Wolfgang Nagl. Und man scheint gerüstet zu sein: „Es hat alles gut funktioniert!“ Die Bundestagswahl kann also kommen.

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