435 000 Euro für die Aufwertung des Volksparkes

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Diese Skizze zeigt die Planungen in Sachen „Volkspark“, wie sie im Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt bereits vorgestellt wurden.  

Meinerzhagen - Der Stadtpark als zentrale Fläche in Meinerzhagen soll „auf Vordermann“ gebracht werden. Geplant ist, die Aufenthaltsqualität auf der städtischen und 2,7 Hektar großen Fläche deutlich aufzuwerten. 435 000 Euro inklusive aller Nebenkosten sind für Maßnahmen im Park veranschlagt.

60 Prozent dieser Summe soll durch Zuschüsse gedeckt werden. Baubeginn mit ersten „Pflegemaßnahmen“ – wie Fällen von Bäumen und Pflanzen neuer Gehölze – könnte bereits in diesem Winter sein.

„Behutsam“ soll die Umgestaltung, deren größter Teil für das Jahr 2016 geplant ist, vonstatten gehen. Darauf legt die Stadt großen Wert. Erarbeitet wurde dafür bereits ein „Parkpflegewerk mit Freiraum-Konzept“, erstellt vom Büro Drecker aus Bottrop und dem Büro ASS aus Düsseldorf. Doch dieser Plan ist „nur“ ein Vorschlag, denn die politischen Gremien und die Bürger werden noch beteiligt. Unter anderem findet am Donnerstag, 20. August, ab 18 Uhr im Ratssaal an der Bahnhofstraße eine Einwohnerversammlung zum Thema statt. Die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt haben in ihrer Sitzung im Juni bereits Einblicke in die Pläne erhalten.

Und welche Maßnahmen sind vorgesehen? „Im Rahmen des Regionale 2013-Programms ,Urbanität’ hat die Stadt in Zusammenarbeit mit den Büros sowie in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein detailliertes Konzept erarbeitet, um den Park sowie die darin gelegene historische Villa Schmiemicke als ,Haus der Kultur’ zu revitalisieren. Verschiedene Freizeit- und Erholungsangebote sollen zudem unter Beachtung und Bewahrung der wertvollen Grünstrukturen in den Park integriert werden“, heißt es aus dem Rathaus. „Schachfeld und Boule-Bahn für sportliche Erholung, ein Spielplatz und weitere Anlaufstellen für Kommunikation und Unterhaltung sowie offene Wiesen- und Rasenflächen im südlichen und südwestlichen Teil zum Verweilen und Entspannen in ruhiger Atmosphäre“, so sieht es das Konzept vor. Vervollständigt wird das Angebot durch Gastronomie und die Ausgestaltung der Villa als Zentrum für kulturelle Angebote. Hier ist auch der Bau einer kleinen Außenbühne geplant.

Nicht unwichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Gestaltung der Wege. Hier dienen die historischen Pfade im Park als Anhaltspunkte. „Hinzu kommt ein Weg mit Balkon, der den Bereich Bahnhof/Omnisbusbahnhof mit der Villa und der Innenstadt verbinden und dabei einen Höhenunterschied von zwölf Metern überbrücken soll“, erläutern die Planer ihr Konzept. Die „Aussichtsplattform“ am oberen Eingang soll dabei einen Einblick in den Park ermöglichen, der zum Spazierengehen in der Anlage animiert. Ob es außerdem ein auffälliges Portal im Eingangsbereich am Bahnhof geben wird, auch das ist noch nicht abschließend geklärt.

Am Rande des Volksparkes, an der Ecke Volmestraße/Bahnhofstraße, liegt das Restaurant „Diva am Park“. In ersten Planungen sind am Lokal drei Parkplätze vorgesehen – auch um den Inhabern die Anlieferung von Waren und das Abstellen eigener Autos zu ermöglichen. Ob die Stellflächen allerdings angelegt werden können, ist nicht sicher. Hier, so der städtische Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar, gebe es Bedenken des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

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