Stadtmarketing hat ehrgeizige Ziele

So könnte er einmal aussehen, der Aufzug auf die Meinhardus-Schanze. ▪ Fotomontage

MEINERZHAGEN ▪ Die Stadt Meinerzhagen hat einige „Pfunde“, mit denen sie wuchern kann.

Die zum Nutzen der Kommune herauszustellen und Verbesserungen in Sachen „Attraktivität“ umzusetzen, ist seit einiger Zeit Aufgabe des Stadtmarketingvereines um den hauptamtlichen Geschäftsführer Bernd-Martin Leonidas.

Das Aufgabenfeld ist breit gefächert. Ob Organisation von Veranstaltungen, Kontaktpflege zu Vereinen und Organisationen oder das Entwickeln von eigenen Ideen – Leonidas und das Team um die erste Stadtmarketing-Vorsitzende Christiane Schürmann haben viel zu tun. Auch für das laufende Jahr haben sie sich wieder einiges vorgenommen. Das Mitwirken am „Meinerzhagener Frühling“ beispielsweise, an der Partnerschaftsfeier mit den Städten St. Cyr sur Loire und Kampen/IJsselmuiden am 14. September, an der Ausbildungsbörse in der Stadthalle am 13. Juni oder der „Nacht der langen Tische“ in der Innenstadt, die in diesem Jahr möglichst wiederholt werden soll, aber noch nicht terminiert ist.

Doch auch Großprojekte werden unterstützt. So wie der „Balkon zum Sauerland“. Der soll – so das Konzept des Projektes „Oben an der Volme“ – im Rahmen des Strukturförderprogramms „Regionale“ gebaut werden. Per Aufzug könnten Gäste auf die Plattform der Schanze befördert werden. Dort bietet sich dann ein spektakulärer Rundblick. „Eine historische Chance für unsere Stadt“, urteilt Leonidas über die ehrgeizigen Planungen. Der Geschäftsführer und der stellvertretende Stadtmarketing-Vorsitzende Jens Groll machten gestern noch einmal deutlich, dass sie gerade den „Balkon“ für enorm wichtig halten. Im Rahmen der Vorstellung der Stadtmarketing-Planungen für das Jahr 2012 nahmen die beiden Funktionäre noch einmal klar Stellung zu dem „Leuchtturmprojekt“: „Dabei muss man das Gesamtkonzept im Bereich Butmicke berücksichtigen. Hier sollen neben dem Aufzug weitere Angebote entstehen, die für den Tourismus aber auch für Einheimische sehr attraktiv sind“, erläuterte Groll. Zunächst ist es aber wichtig, dass der Regionale-Ausschuss den dritten Stern für das Projekt verleiht – erst dann darf der Aufzug gebaut werden.

In Sachen Stadtmarketing wird es aber darüber hinaus weiter „Bewegung“ geben. So soll die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt in diesem Jahr ausgebaut werden, wobei LED-Technik favorisiert wird. Einkaufsgutscheine werden außerdem zum Kauf angeboten – sie gehen bald in Druck. Auch das Projekt „Info-Point“ in der Fußgängerzone ist weiter ein Thema. Dort sollen Auswärtige möglichst noch in diesem Jahr unter anderem einen Stadtplan vorfinden nebst Informationen über die Volmestadt und vielleicht auch eine Bücher-Tauschbörse. Und bei der Touristikmesse in Essen vom 22. bis 26. Februar ist die Stadt ebenfalls wieder vertreten – mit Unterstützung des Stadtmarketingvereines.

Wer mitmachen möchte, ist beim Stadtmarketingverein übrigens herzlich willkommen. „Bei den heimischen Einzelhändlern verzeichnen wir jedenfalls steigendes Interesse“, freut sich Leonidas.

Eine Unternehmerinitiative, der Veranstaltungskalender „Meinerzhagen Live“ und Aktionen im Rahmen des Zusammenschlusses „Wir für Meinerzhagen“ sind weitere Betätigungsfelder des Stadtmarketings. Und auch für das „autofreie Volmetal“, das der Märkische Kreis am 24. Juni „ausrufen“ möchte, interessieren sich Leonidas und seine Vereinskollegen. An diesem Tag soll die B 54 zwischen 10 und 18 Uhr vom Kia-Händler in Halver bis zum Meinerzhagener Lidl für den motorisierten Verkehr gesperrt werden. Aktionszentren könnten eingerichtet werden mit Angeboten für die ganze Familie.

Zurzeit suchen die Verantwortlichen im Stadtmarketing-Verein aber auch noch Ehrenamtliche, die mithelfen möchten, den Internet-Auftritt zu „pflegen“. Sollte das nicht gelingen, müsse man die Online-Präsenz eventuell künftig „verschlanken“, kündigte Leonidas an.

Wer sich im „Netz“ jetzt über das Stadtmarketing informieren möchte, findet die Seiten unter der Adresse http://www.stadtmarketing-meinerzhagen.de.

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