Pandemie hat Umgestaltung verzögert

Stadthallenumfeld wirft Fragen auf

Die Herstellung eines Gründaches und die Sanierung des Plattenbelags auf der Dachterrasse des Volmecenters sind Ziele, die man bei den Planungen ins Auge gefasst hat.
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Die Herstellung eines Gründaches und die Sanierung des Plattenbelags auf der Dachterrasse des Volmecenters sind Ziele, die man bei den Planungen ins Auge gefasst hat.

Büchereiumzug auch ohne kommerzielles Zentrum möglich? Ist der städtebauliche Zusammenhang mit dem Großprojekt im Umfeld und an sowie in der Stadthalle eine zwingende Bindung für eine Realisierung? Im Sinne der Stadtentwicklung „negativsten Fall“, wäre auch die Einzellösung machbar.

Meinerzhagen - Mit einem Ratsbeschluss startete am 22. Januar 2019 offiziell das wohl größte und bedeutendste städtebauliche Projekt der vergangenen Jahrzehnte in Meinerzhagen. An diesem Tag beschloss die Kommunalpolitik die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt Meinerzhagen. Wesentlicher Punkt: Das „Neues Innenstadtquartier Meinerzhagen“ und die Erweiterung des mittelfristigen Programms zur Städtebauförderung (Grundförderantrag) sowie die weitere Ausarbeitung der Maßnahmen zur Realisierung des „Neuen Innenstadtquartiers Meinerzhagen.

Schon ohne die Coronapan-demie ein langwieriger Prozess, mit ihr umso mehr.

„Das Verfahren, sowie September 2020 vom Rat ergänzend vorgenommen, läuft. Förderanträge werden demnach zeitgerecht gestellt, Gespräche mit den infrage kommenden Investoren finden statt“, berichtet Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar auf Anfrage der MZ.

Aber was wäre, wenn es nicht zum ganz großen Wurf kommen könnte? Wenn man auf den kommerziellen Teil des Projektes, die neuen Einkaufsmöglichkeiten, Büros, Gastronomie, verzichten müsste?

Letztendlich war ja der in die Jahre gekommen bauliche Zustand der Stadthalle und die sich daraus ergebenden zwingen Anforderungen einer Sanierung/Optimie-rung, eine Art Initialzündung für das gesamte Projekt und mit geschätzten mehr als rund 12 Millionen Euro von insgesamt circa 44 Millionen Euro ein dicker Brocken.

Für diese, zum Weiterbetrieb der Halle eigentlich unabwendbaren Aktivitäten, müsste die Stadt im schlimmsten Fall nach neuen Finanzierungs- und eventuellen Fördertöpfen suchen.

Kein wirklicher Schandfleck, aber dennoch kein Hingucker im sonst so gefällig hergerichteten Bereich des Otto-Fuchs-Platzes.

Bei einem Teil des Groß-projekts könnte das deutlich einfacher sein. Gemeint ist die Umnutzung der ehemaligen Spielhalle unter der Volmeterraße zur Bücherei/Bibliothek mit integrativem Begegnungsangebot und Gastronomie.

Der entsprechende Gebäudeteil befindet sich in privatem Eigentum. Gespräche über den etwa 1,4 Millionen Euro teuren Umbau und die danach langfristige Vermietung an die Stadt sind auf einem guten Weg, heißt es.

Und auch das Bauprogramm 2021 enthält dezente „Hinweise“ auf Veränderungen in diesem Bereich. Zwar geht es dabei zunächst „nur“ um die Herstellung eines Gründaches und die Sanierung des Plattenbelags auf der Dachterrasse des Volmecenters. Mit immerhin 55 000 Euro eine Summe mit Signalwirkung. Die Stadt ist Eigentümerin der Terrasse und der darunterliegenden Parkfläche. Wann die genau die nächsten öffentlichen Aktivitäten zum Gesamtprojekt ablaufen werden, hängt natürlich nicht unwesentlich vom Pandemieverlauf ab.

„Ich habe zugesagt, dass wir die Planungen für das neue Innenstadtquartier auf eine breite Basis stellen. Wir wollen uns gemeinsam mit der Öffentlichkeit, mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, mit Vereinen und Initiativen an einen Tisch setzen.“ Mit dieser am 3. Dezember 2020 abgegebenen Zusage des Bürgermeisters ist schon jetzt klar: Es wird zum gegebenen Zeitpunkt interessant sein, zu erfahren, wie die Zukunft der Innenstadt aussehen könnte.

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