Stadthallenumbau: Stadt muss rund 5,7 Millionen Euro zahlen

Investor für neues Zentrum gefunden

In der kommenden Woche soll der Rat der Stadt Meinerzhagen den Weg zum neuen sozio-kulturellen Zentrum samt „Neuem kommerziellen Zentrum“ festlegen.
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In der kommenden Woche soll der Rat der Stadt Meinerzhagen den Weg zum neuen sozio-kulturellen Zentrum samt „Neuem kommerziellen Zentrum“ festlegen.

Meinerzhagen – In der kommenden Woche soll der Rat den Weg zum neuen sozio-kulturellen Zentrum samt „Neuem kommerziellen Zentrum“ festlegen. Mittlerweile gibt es einen Investor, der großes Interesse zeigt, und auch eine Kostenermittlung.

In der Vorlage zur Ratssitzung, die am Dienstag, 28. September, stattfindet, stehen zwei Beschlussvorschläge, die den Politikern vorgelegt werden sollen. Werden die so beschlossen, dann wird die Verwaltung beauftragt, einen Zuwendungsantrag zum Städteinvestitionsprogramm zu stellen, damit „Umbau und Sanierung der Stadthalle zum sozio-kulturellen Zentrum“ weitergehen können.

Zum Zweiten würde nach einem entsprechenden Beschluss begonnen, mit den Nutzern der Stadthalle, der Öffentlichkeit und den politischen Gremien ein Architektenentwurf zum Umbau und Sanierung der Stadthalle zu erarbeiten, der in einer späteren Sitzung vom Rat beschlossen werden müsste.

Vor genau einem Jahr hat die Stadt die Architektenleistung zur Erarbeitung eines Entwurfs europaweit ausgeschrieben. Aus den Interessenten wurden im Oktober 2019 drei Architekturbüros ausgewählt und um ein Angebot gebeten. Letztlich ausgewählt wurde dann im Februar das Büro „OE Planung und Beratung GmbH“ aus Altena.

Doch es war von vornherein klar, dass die Zuschüsse des Landes zu dem Projekt daran geknüpft würden, dass sich auch ein Investor findet, der das „Neue kommerzielle Zentrum“ in unmittelbarer Nähe errichtet. Letztlich hätten drei Unternehmen großes Interesse gezeigt, die nach Angaben der Stadt bundesweit tätig sind. In der Vorlage für den Rat heißt es, dass letztlich – zum Abgabedatum Ende Februar dieses Jahres – aber nur ein einziges „gutes und tragfähiges Nutzungs- und Architekturkonzept“ vorgelegt worden sei. Derzeit laufen, so die Verwaltung, die Verhandlungen zur Umsetzung des Vorhabens und zum Erwerb des Grundstücks.

Entstehen soll in privater Trägerschaft ein Zentrum mit Angeboten aus Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie. Auch soll es Flächen für Wohnungen und Büros geben sowie Parkraum.

Der Parkraum soll im Untergeschoss des neuen Zentrums entstehen und soll dann auch bei Veranstaltungen in der sanierten und umgebauten Stadthalle genutzt werden. Auch soll die Gastronomie, die in dem neuen Zentrum angesiedelt wird, die Bewirtung der benachbarten Stadthalle übernehmen.

Eine Belebung des Otto-Fuchs-Platzes erwartet die Stadtverwaltung aber nicht nur von dem Neubau des kommerziellen Zentrums und dem Umbau der Stadthalle, sondern auch von dem Umbau eines ehemaligen Geschäftslokals gegenüber der Stadthalle, das derzeit noch als Spielhalle genutzt wird. Entstehen soll eine Bücherei mit einem „integrativen Begegnungsangebot“ samt Gastronomie. Die Kosten für dieses Projekt will die Stadt Meinerzhagen gemeinsam mit einem Investor aufbringen.

Die Kosten für den Umbau der Stadthalle liegen komplett beim Steuerzahler. Nach der derzeitigen Planung des Architekturbüros kosten Umbau und Sanierung der Stadthalle rund 11,1 Millionen Euro. Die Stadt rechnet mit einer 60-prozentigen Förderung in Höhe von rund 6,62 Millionen Euro und einem zu erbringenden Eigenanteil von etwa 4,46 Millionen Euro.

Darüber hinaus muss die Stadt die Kosten für den Brandschutz im Saal und Bühnenbereich sowie für das öffentliche Stadtarchiv zahlen. Insgesamt wird dafür mit rund 1,26 Millionen Euro gerechnet. Somit wird die Stadt Meinerzhagen nach jetzigem Stand rund 5,7 Millionen Euro für das gesamte Projekt aufbringen müssen.

Macht der Rat den Weg für die genannten Schritte frei, kann rechtzeitig bis zum 30. September ein entsprechender Förderantrag gestellt werden.

Neues Innenstadtquartier Meinerzhagen

Das Gesamtkonzept zur Neugestaltung des Quartiers beinhaltet drei Hauptmaßnahmen, die nur in Kombination ihre Wirkung entfalten würden:

1. Umbau und Sanierung der Stadthalle zum sozio-kulturellen Zentrum für die Stadtgesellschaft (Bürgerhalle) – angestrebte Maßnahme der Städtebauförderung.

2. Neues kommerzielles Zentrum mit einem Neu-/ Anbau mit zentralen Angeboten (Einzelhandel, Dienstleistungen, Büro, Wohnen, Gastronomie und Parken) – Investoreninvest in enger räumlicher, baulicher und funktionaler Verknüpfung mit Punkt 1.

3. Umbau eines ehemaligen Geschäftslokals – heutige Nutzung Spielhalle – zur städtischen Bücherei/ Bibliothek mit integrativem Begegnungsangebot und Gastronomie - Investoreninvest in Kooperation mit der Stadt Meinerzhagen.

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