Das Gesicht der Stadt verändert sich

+
Nicht nur bei schrägstehender Sonne werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus. So wie im Moment dürfte es am Ende des Jahres rund um die Stadthalle nicht mehr aussehen.

Meinerzhagen - Mit seinem mit großer Mehrheit gefassten Beschluss über die Änderungen des Bebauungsplanes „Stadtkern“ gab der Rat Anfang Februar dieses Jahres endgültig den Weg für grundlegende Veränderungen rund um die Stadthalle frei.

Mit breiter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und begleitet von zum Teil recht kontroversen Diskussionen wurde die letztendlich verbindliche Gestaltung damit rechtlich festgelegt.

Möglich geworden waren derartige Überlegungen bekanntlich nur, weil im Rahmen der Regionale 2013 vom Land Fördermittel bereitgestellt werden (MZ berichtete). Gerne hätten die Verantwortlichen im Rathaus in 2015 nicht nur mit den vorbereitenden Arbeiten, wie der Fällung der Pappeln an der Stadthalle oder der Teilsanierung der Kanalschächte im Umfeld der Stadthalle, begonnen, sondern auch das „große Rad“ gedreht.

Dabei stehen der Bau eines multifunktionalen Stadtplatzes südlich und östlich der Stadthalle, die Aufgabe der Straße An der Stadthalle und der Bau der sogenannten Stadthallenumfahrt sowie der neue Kreisverkehr im Bereich Haupt-/Birkeshöh-/Lindenstraße ebenso auf dem Plan, wie die Offenlegung der Volme zwischen Stadthalle und B 54.

Die mit letzterem Teil der Gesamtmaßnahme verbundene Errichtung einer Böschungsstützwand allerdings brachte dann eine Verzögerung mit sich. Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck verwies dazu in der Ratssitzung auf „ein geologisches Gutachten […] in dem der Untergrund als sehr weich festgestellt wurde, so dass dort zusätzliche Maßnahmen notwendig wären, was im Haushalt berücksichtigt worden sei“.

Im Frühjahr soll sich etwas tun

Mittlerweile, fast ein Jahr weiter, soll sich nun aber im Frühjahr, abhängig von den anstehenden Auftragsvergaben und den Witterungsverhältnissen, auch sichtbar etwas tun. Neben den umfangreichen Arbeiten am jetzigen Parkplatz, bei denen durch die neue Umfahrung der bisherigen Fläche, den neuen Fuß- und Radwegen und dem neu angelegte Bachverlauf der Volme auch Stellflächen entfallen werden, stehen ebenso vor dem Haupteingang der Stadthalle grundsätzliche Veränderungen an. Eine gänzlich neue Straßenführung mit einem Kreisverkehr, sowie neue Haltestellen für nur noch zwei verbleibende Buslinien und Schulbusse, zählen dazu.

Nach Abschluss der Arbeiten wird der Teil der Lindenstraße, der im Moment noch unter der Brücke der Birkeshöhstraße zur Stadthalle hinführt, in einem Kreisverkehr enden. Eine neue Fußgängerbrücke in diesem Bereich und zwei weitere Brücken für Fahrzeuge und Fußgänger als Teil der neuen Umfahrung wird dann das Queren der „offenen Volme“ ermöglichen. Diese fließt dann deutlich länger sichtbar und in einem renaturierten Bachbett, bevor sie in Höhe des Hit-Marktes dann kurzzeitig in einem Kanalrohr verschwindet. Direkt vor der Kreuzung Am Bücking allerdings tritt sie dann wieder aus und kann auf einem bereits neu und naturnah gestalteten Teil weiter talwärts fließen.

Wenn auch nur im „Kleinen“, aber dennoch sichtbar, sind zwei schon fertiggestellte Maßnahmen im Zusammenhang mit den anstehenden Arbeiten. So wurde die Haltestelle an der Volmestraße vor der Sparkasse bereits in den letzten Wochen „aufgewertet“. Die gegenüberliegende Busbucht soll demnächst ebenfalls angepasst werden. Und auch die Zufahrt von und zur Volmestraße zum zukünftigen Parkplatz an der Stadthalle ist bereits vorbereitet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare