Entwurf zur Gestaltung „Volmemarkt“ vorgestellt

Das Preisgericht entschied sich einstimmig für den Entwurf eines Würzburger Architektenteams. Das hatte sich gegen neun weitere Bewerber am Ende mit seinem Konzept durchgesetzt.

Meinerzhagen - Seit Montagabend ist es kein gut gehütetes Geheimnis mehr: Die Entscheidung des Preisgerichts über den Entwurf zur Gestaltung des Stadtplatzes „Volmemarkt“ wurde im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt offiziell durch Hans-Joachim Hamerla vom Büro ASS aus Düsseldorf vorgestellt.

Bereits Anfang September hatte das Preisgericht getagt. In der intensiven, siebenstündigen Diskussion „ging es nicht nur um die Frage, welches Konzept am Ende des Tages am meisten überzeugte“, fasst Bürgermeister Jan Nesselrath als Gastgeber der Sitzung zusammen, „schließlich handelt es sich hier um eine für unsere Stadt wesentliche Frage: Die Frage nach dem künftigen Charakter, der Atmosphäre und dem Herzen von Meinerzhagen.“

Dies ist das Konzept für die Belegung der Fläche während des Wochenmarkts. Für die Bepflanzung wurden Tulpenbäume vorgeschlagen.

Unter der Leitung von Prof. Kunibert Wachten (Aachen) bestand das Preisgericht aus jeweils acht Vertretern vom Fach sowie der Fraktionen der im Rat der Stadt Meinerhagen vertretenen Parteien und dem Bürgermeister. Einstimmig entschied sich das Preisgericht schließlich für den Entwurf des Büros für Städtebau und Architektur Dr. Holl in Zusammenarbeit mit der Landschaftsarchitektin Natascha Weigand aus Würzburg. „Ihr Entwurf behauptete sich aufgrund seiner guten Umsetzung der verschiedenen Anforderungen gegen neun Mitbewerber“, heißt es dazu in einer Erklärung. „Der nun ausgewählte Entwurf besticht als wertvoller Beitrag, flexibel und offen einen neuen Stadtraum anzubieten“, so die Begründung des Preisgerichts.

Der Volmemarkt soll möglichst flexibel zu nutzen sein. Diese Grafik  zeigt die denkbare Planung für Veranstaltungen jeglicher Art.

Viel Raum für Entfaltungsmöglichkeiten der Bürger biete der Entwurf für einen flexibel nutz- und erlebbaren Platz im Herzen der Stadt. Freigestellte Bauminseln, ein spezielles Lichtkonzept sowie Wasserspiele sollen eine angenehme Atmosphäre schaffen. Ganz wichtig im Entwurf auch die Anbindung an das Volmecenter, die Altstadt und gute Parkmöglichkeiten für Pkw. Überzeugt hatte das Preisgericht auch, dass die kalkulierten Kosten der Würzburger Architekten im vorgegebenen Rahmen bleiben sollen.

Vom 24. September bis 20. Oktober werden die Wettbewerbsergebnisse im Rathaus sowie im Quartiersbüro ausgestellt und können dort von den Bürgern begutachtet werden. Am 1. Oktober gibt’s zudem eine Einwohnerversammlung mit den Preisträgern aus Würzburg. Jan Nesselrath versicherte auf Nachfrage aus dem Ausschuss, dass die Pläne auch ins Internet gestellt werden sollen. „Wir wollen, dass alle Bürger gut und umfassend informiert werden.“

Auch ein spezielles Lichtkonzept findet sich im Entwurf wieder.

Der Ausschuss schloss sich einstimmig der Meinung des Preisgerichts an und empfiehlt dem Rat in seiner nächsten Sitzung am 20. Oktober den Stadtplatz „Volmemarkt“ durch das Würzburger Architekten-Team realisieren zu lassen. Start für die Realisierung könnte im Frühjahr 2016 sein.

Eine weitere Bürgerversammlung zeitnah durchzuführen, wie einige Ausschussmitglieder anregten, hielt Hans-Joachim Hamerla für nicht praktikabel. „Wir sollten die weitere Entwicklung im Rahmen der Planung abwarten, vielleicht wäre es sinnvoller im Frühjahr kommenden Jahres eine solche Veranstaltung anzubieten. Wie Hamerla weiter ausführte sollen die Empfehlungen des Preisgerichts zunächst durch den Preisträger aufgenommen werden. Erst nach dem Ratsbeschluss folge die Detailplanung, mit der sich dann die zuständigen Fachausschüsse befassen würden. Er rechne damit zum Jahresbeginn 2015. - is

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare