Thema am 10. Juli im Rat

Stadthallen-Zukunft: Jetzt liegt ein Vorschlag auf dem Tisch

+
Um die Zukunft der Stadthalle ging es bei einer Pressekonferenz im Rathaus.

Meinerzhagen - Die Stadthalle soll in städtischer Hand bleiben, saniert und der angrenzende Restaurant-Trakt abgerissen werden. An seiner Stelle, so ein Vorschlag der Stadt, könnte ein Neubau entstehen.

Der würde dann Platz für eine neue Gastronomie und Einzelhandel schaffen. Im angrenzenden Bereich wäre zudem Raum für Parkplätze. Verbunden werden könnten Stadthalle und neue Gastronomie durch einen Zwischentrakt. Das alles würde aber viel Geld kosten, so dass die Stadt auf Fördermittel und private Investoren angewiesen wäre.

Am Donnerstagnachmittag stand Bürgermeister Jan Nesselrath gemeinsam mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Thorsten Stracke und SPD-Fraktionschef Rolf Puschkarsky Rede und Antwort zu dem Konzept. Dabei wurde auch eine Presseerklärung herausgegeben. 

Darin heißt es: „Ende März hatte die Stadt die Ergebnisse eines Sachverständigen-Gutachtens zu notwendigen Maßnahmen und Kosten erhalten, in dem bei einer Gesamtsanierung (der Stadthalle, d. Red.) Kosten in Höhe von rund acht Millionen Euro veranschlagt werden. Eine Renovierung der Stadthalle und ein Rückbau des leer stehenden Gastronomieanbaus sind bei etwa sieben Millionen Euro anzusiedeln. Allein kann die Stadt das Sanierungsprojekt nicht stemmen: Sämtliche Maßnahmen sind daher an die Teilnahme an einem Förderprogramm gekoppelt. In Frage kommen zwei Strukturförderprogramme des Landes. Um an ihnen jeweils teilhaben zu können, sollten die entsprechenden Anträge bis Ende dieses Jahres gestellt werden.“

Allerdings sind einige Punkte zu beachten, wenn Fördermittel fließen sollen: Das ganze Stadthallen-Projekt muss neue Impulse für die Innenstadt bringen, eine städtebauliche Belebung und zukunftsorientierte Gestaltung berücksichtigen. Die reine Renovierung der Stadthalle würde nicht bezuschusst. Das bedeutet: Die Stadthallen-Sanierung wäre zwingend in ein Gesamtkonzept zur Entwicklung des Stadthallen-Areals einzubinden.

Doch selbst wenn Fördermittel genehmigt würden, wäre die Stadt laut Pressemitteilung mit dem Projekt finanziell überfordert. Deshalb hieß es gestern: „Aus diesem Grund sieht der Vorschlag für die neue bauliche Ergänzung auch eine Investorenlösung vor.“

Lesen Sie hier mehr zu dem Thema

Über die städtischen Planungen und die weitere Vorgehensweise muss nun der Rat entscheiden, bei dessen nächster Sitzung am 10. Juli wird dieses Thema auf der Tagesordnung stehen. Im Herbst, so die Pläne der Stadt, könnte das Gremium das Konzept dann beschließen.

Eingebunden werden soll auch die Bürgerschaft, etwa durch eine Veranstaltung, bei der das Konzept vorgestellt werde und diskutiert werden könne. Abstimmungen mit dem zuständigen Landesministerium und der Bezirksregierung wären ebenfalls nötig, um Fördermöglichkeiten auszuloten. „Mit einem Beginn der Sanierung wäre frühestens ab Herbst 2018 zu rechnen, wenn die Stadt bis dahin eine Förderzusage erhalten hat und die übrige Finanzierung im Haushalt für die Folgejahre sichergestellt werden kann“, heißt es in der Pressemitteilung.

Thorsten Stracke berichtete, dass wohl alle Ratsfraktionen bei diesem Projekt an einem Strang ziehen würden. „Ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Unsere CDU-Fraktion steht voll dahinter.“ Der Verwaltungsvorschlag komme zu einem frühen, wichtigen Zeitpunkt, auch um die Bürger mit „ins Boot“ zu nehmen.

Ähnlich äußerte sich Rolf Puschkarsky für die SPD, deren Fraktion den Vorschlag ebenfalls begrüße. „Das ist jetzt ein Punkt, wo wir Fleisch am Knochen haben. Wir gehen nun nach vorn und wir wollen die Stadthalle erhalten.“

Bürgermeister Jan Nesselrath, der den Vorschlag zuvor erläutert hatte, gab auch Stellungnahmen von Raimo Benger (UWG) und Kai Krause (FDP) ab. Beide hatten sich – wie die Grünen – vorher abgemeldet, sie nahmen nicht an der Pressekonferenz teil. Darüber hinaus fehlte auch ein Vertreter der Fraktion Linke/Piraten. Nesselrath: „Raimo Benger hat mitgeteilt, dass er hinter unserer geplanten Vorgehensweise steht. Und für die FDP-Fraktion hat Kai Krause verlauten lassen, dass seine Fraktion gleichfalls einverstanden sei.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare