Initiative Pro Stadthalle freut sich über Teilerfolg

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Gut besucht war am vergangenen Mittwochabend die Infoveranstaltung der Initiative Pro Stadthalle. Klaus Bohner (vorne links) begrüßte die Teilnehmer.

Meinerzhagen - Ein architektonisch ansprechendes Gesamtmodell von Stadthalle und angrenzender kommerzieller Nutzung, der dringende Aufruf zur Beteiligung an der städtischen Ideensammlung zur Konzeptentwicklung Stadthalle und zwei Rücktritte aus dem Koordinationsausschuss: Das waren zentralen Themen auf der Tagesordnung der gut besuchten Infoveranstaltung der Initiative Pro Stadthalle am Mittwochabend im Versammlungsraum der Stadthalle.

Klaus Bohner begrüßte die Gäste und führte kurz in das Thema ein. Man habe mit der vorläufigen Sicherung der Kultur- und Begegnungsstätte einen Teilerfolg errungen. Jetzt gelte es, die Rahmenbedingungen für die geschätzt 8 Millionen Euro teure Stadthallenrenovierung zu gestalten, so das Mitglied des Koordinationsausschusses.

Das Projekts hängt von Fördermitteln ab. Die gibt es laut Auskunft der Stadt nur, wenn im Umfeld der Stadthalle ein Bereich mit städtebaulicher Bedeutung entsteht (die MZ berichtete). Gedacht ist an einen Neubau zur kommerziellen Nutzung auf dem als Parkplatz genutzten Gelände zwischen Stadthalle und HIT-Markt sowie auf der Fläche, auf der jetzt noch das an die Stadthalle angrenzende Restaurantgebäude steht.

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Meinhard Becker und Gerd Kienel haben sich für die Initiative bei der Stadtverwaltung über das Neubauprojekt informiert. Favorisiert, so Meinhard Becker, werde ein Einkaufszentrum mit einer Verkaufsfläche zwischen 6000 und 10 000 Quadratmeter auf maximal zwei Ebenen samt entsprechendem Parkraum. Ein Planungsbüro sei dabei, ein erstes Gesamtkonzept zu erarbeiten, das einen Vorschlag für die drei Elemente Stadthalle, Neubau und Zwischentrakt enthalte und als Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln zur Sanierung und zum Umbau der Stadthalle diene.

Für den Neubau zur kommerziellen Nutzung suche die Stadt einen Investor, der das Grundstück neben der Stadthalle kauft und darauf das Gebäude errichtet. Weitere Details, so die beiden Berichterstatter, gebe es angesichts des frühen Planungsstandes nicht. Die Teilnehmer der Veranstaltung waren von einem reinen Einkaufszentrum nicht überzeugt. Es gab den Vorschlag, für das Projekt auch Freizeitangebote vorzusehen.

Birgit Claus aus dem Koordinationsausschuss betonte, dass für die Initiative nicht der Neubau, sondern die nachhaltige Sicherung der Stadthalle im Mittelpunkt stehe. Daraus resultierte der Vorschlag, in der Stadthalle mehr Raum für Tagungen zu schaffen und so die Vermarktungschancen zu erhöhen.

Initiativ-Mitglied Hermann-Josef Lobner sprach sich für die Schaffung einer architektonischen Einheit von Neubau und Stadthalle aus. Hallendach und Teile der Außenmauern müssten wegen des Brandschutzes und der fehlenden Dämmung in jedem Fall erneuert werden. Das, so Lobner, eröffne die Möglichkeit, aus Stadthalle und Neubau ein stadtbildprägendens Gesamtobjekt zu machen. In der Vorschlagsliste der Initiative heißt es dazu: „Die sanierte Stadthalle und der Neubaubereich sollen von der Architektur her aufeinander abgestimmt sein.“

Diesen großen Umbau sahen einige Besucher jedoch kritisch, weil daraus eine längere Schließung der Stadthalle resultiert. Wolfgang Schmitz vom Verein für Kultur und Kommunikation (KuK) wies auf die Bedeutung der Spielstätte hin. Die von der Stadt angebotenen Ausweichquartiere seien für große Veranstaltungen ungeeignet. So wie er, wünschten sich auch andere Besucher eine Renovierung Schritt für Schritt mit einem Zeitplan für die Nutzung des Otto-Fuchs-Saales, damit KuK weiterhin einen adäquaten Raum für besucherstarke Veranstaltungen anbieten kann.

Birgit Claus bat am Ende der Infoveranstaltung alle Bürger dringend darum, sich kurzfristig noch unter ideen-stadthalle@meinerzhagen.de an der Ideensammlung der Stadt Meinerzhagen zur Konzeptentwicklung für die Stadthalle zu beteiligen. Alle Vorschläge sollten gleichzeitig unter info@pro-stadthalle-meinerzhagen.de auch an die Initiative gemailt werden.

Zum Schluss verabschiedeten sich mit Joachim Ochel und Meinhard Becker zwei Mitglieder aus dem Koordinationsausschuss der Initiative Pro Stadthalle. Beide versicherten aber, bei Bedarf weiter beratend zur Verfügung zu stehen.

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