20 000 Euro fließen in den Brandschutz der Stadthalle

Sowohl rauf als auch runter könnte sich im Brandfall der Qualm derzeit ausbreiten. Die geplanten Abtrennungen an beiden Seiten auf der Galerie sollen das zukünftig verhindern.

Meinerzhagen - „Durch die beiden Rauch- und Brandschutztüren sollen die Fluchtwege von der Empore vom Foyer abgeschottet werden“. Mit dieser Aussage und weiteren Details, informierte Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar gestern den Bau- und Vergabeausschuss über geplante Arbeiten in der Stadthalle.

Diese Arbeiten könnten nicht bis zur endgültigen Entscheidung über die Zukunft des Veranstaltungsortes zurückgestellt werden. Denn: Auch für dieses Jahr ist der Belegungsplan der Halle gut gefüllt und die nun anstehenden Arbeiten sollen der verbesserten Sicherheit von Besuchern dienen.

Rückblick: Im September 2012 hatte der Märkische Kreis als Bauaufsichtsbehörde im Rahmen der alle drei Jahre durchgeführten Prüfung nach der Sonderbauverordnung die vorhandene Brandmeldeanlage beanstandet. Dabei wurde bemängelt, dass sie lediglich einen Minimalschutz biete, welcher nicht mehr den heutigen Anforderungen zum Schutz von Personen- und Sachwerten für ein derartiges Objekt gerecht werde. Als problematisch wurde insbesondere gesehen, dass zahlreiche Nebenräume, zum Beispiel die Stadtbücherei oder das Archiv, bisher nicht in den Überwachungsumfang einbezogen sind.

2013 vergab die Stadt in Folge dieser Feststellungen den Auftrag zur Erstellung eines Brandschutzkonzeptes. Für die darin niedergeschriebenen, für eine weitere positive Abnahme nötigen Veränderungen und Anpassungen, stellte man 2016 einen Ansatz von 200 000 Euro in den Etat ein. Bevor dieser jedoch für die entsprechenden Arbeiten verwendet werden konnte, setzte bekanntlich im vergangenen Jahr die Grundsatzdiskussion über den Fortbestand des Gebäudes ein.

Da es zurzeit noch keine abschließende Meinungsbildung gibt, ist nunmehr vorgesehen, nur die unabwendbaren Optimierungen im Bereich des Veranstaltungssaales durchzuführen. Im Blick dabei die Tatsache, dass bei einer Entscheidung für den Fortbestand der Stadthalle diese weitestgehend weiterverwendet werden könnten.

Zu diesen Verbesserungen gehören unter anderem der Einbau von Leichtbauwänden mit Rauch- und Brandschutztüren auf der Galerie. Bisher wird diese an beiden Seiten zu den Treppenaufgängen jeweils nur durch eine doppelflügelige Glastür abgetrennt. Diese sind allerdings nicht rauchdicht und erfüllen nicht die Aufgabe einer Rauch- und Brandschutztür. Ein Verrauchen der Treppenräume, sowie die rasche Ausdehnung eines Feuers, wäre im Ernstfall nicht auszuschließen.

Zusätzlich zählt zum akuten Maßnahmenpaket ebenso das Anbringen von weiteren Rauchmeldern. Und auch der Einbau eines Rauch- und Wärmeabzuges, der sich automatisch öffnet, stehen auf dem Auftragszettel. Bei dem jetzt vorhandenen Abzug ist bisher noch Handarbeit angesagt.

Rund 20 000 Euro sollen die Arbeiten kosten. Die für die weiteren Verbesserungen benötigten Mittel können naturgemäß erst ermittelt werden, wenn die zukünftige Nutzung der Stadthalle und die dementsprechend notwendigen Umbau- und Sanierungsarbeiten geplant werden. Im jetzt vorliegenden Konzept dazu sind schon grundlegende Hinweise enthalten.

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