Stadt möchte die Villa im Park kaufen

David Babin stellte im Meinerzhagener Ausschuss seine Arbeit als Kulturmanager vor. - Foto: Beil

MEINERZHAGEN -   Die Villa im Stadtpark als kulturelles Zentrum für die vier Kommunen Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle. Diese Idee nimmt langsam Formen an. Um das ehrgeizige Projekt im Rahmen des Strukturförderprogramms Regionale 2013 verwirklichen zu können, möchte die Stadt Meinerzhagen das Gebäude kaufen.

Von Jürgen Beil

Frank Maatz, Erster Beigeordneter der Stadt Meinerzhagen, beleuchtete in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Denkmalschutz und Denkmalpflege die augenblickliche Situation: „Die Stadt steht mit dem Eigentümer in Kontakt und wir sind auf einem guten Weg. Wir wollen ein kulturelles Kleinod schaffen, das für die Stadt und auch überregional Bedeutung hat.“

Der Preis für die Immobilie spielt dabei natürlich eine große Rolle. Man wisse, dass der Eigentümer das Haus auch im Internet zum Kauf anbiete, führte Maatz aus. „Zum Preis von 400 000 Euro“, wusste Volkmar Rüsche von der CDU zu berichten. Weil die Stadt allerdings deutlich weniger bezahlen möchte, sorgte sich Rüsche um eventuelle Konkurrenz bei den Kaufverhandlungen, die den Preis in die Höhe treiben könnte. Ohne im öffentlichen Teil der Sitzung auf Details einzugehen, winkte Maatz in diesem Punkt ab: „Das Internet-Angebot sorgt bei uns nicht für Unruhe.“ Vielmehr sei man bei der Stadt zuversichtlich, den Kauf der Villa realisieren zu können. Man wolle das „kulturelle Kleinod“ einmal als Stiftung führen – dies auch vor dem Hintergrund der Sponsorenwerbung, berichtete Maatz weiter. Ein Zuschussantrag werde in dieser Angelegenheit vom Architekturbüro ASS in Düsseldorf gestellt, das zusammen mit der Stadt für die Meinerzhagener Regionale-Planungen zuständig ist. Außerdem sei man in Kontakt mit der Bezirksregierung und dem Kreis, um abzuklären, ob eine Stiftung als geeignete Rechtsform in Frage komme. „Nach dem Erwerb folgt dann die Umbauphase und es wird um die finanzielle Ausgestaltung der Stiftung gehen“, erläuterte Maatz und fügte hinzu: „Wir wollen einmal alle Akteure einbinden, die in unserer Stadt Kulturarbeit betreiben.“

Passend zum Thema wurde dem Ausschuss auch ein Mann vorgestellt, der der Kulturarbeit „oben an der Volme“ in Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle einen weiteren Schub verleihen soll: David Babin. Der 38-jährige Betriebswirt und Kommunikationswissenschaftler ist im Rahmen des gemeinsamen Projektes „Art Volmetal“ als Kulturmanager tätig. „Ich organisiere aber keine Veranstaltungen. Mein Job ist die Vernetzung von Vereinen, Städten und Künstlern. Ich strebe eine Zusammenarbeit an, um ein gemeinsames Kulturprogramm und Veranstaltungen anzubieten.“ Dass er damit keine Konkurrenz zu bestehenden Vereinen, wie beispielsweise KuK, sei, das betonte Babin ausdrücklich: „KuK macht sehr gute Arbeit, dort ist man auch kooperationsfähig.“

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