Neue Flüchtlingsunterkunft

Stadt will Freizeitheim in Rinkscheid für Flüchtlinge nutzen

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Das Jugendfreizeitheim in Rinkscheid soll für Flüchtlingsfamilien genutzt werden.

Rinkscheid - Auf der Suche nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge ist die Stadt fündig geworden: Heinz-Gerd Maikranz, Fachbereichsleiter Soziales, bestätigte am Freitag auf MZ-Anfrage etwaige Pläne mit dem Jugendfreizeitheim in Rinkscheid.

Wenngleich ein Vertrag mit dem Evangelischen Kirchenkreis als Eigentümer des Gebäudes noch nicht unterschrieben sei, so seien sich beide Seiten grundsätzlich über die Nutzung der Immobilie als Flüchtlingsunterkunft einig. Das bestätigte auch Rolf Puschkarsky, Pressesprecher des Kirchenkreises, im Gespräch mit der Redaktion.

„Erstmals war der Evangelische Kirchenkreis vor anderthalb Jahren auf die Stadt zugekommen, um das Freizeitheim für solch eine Nutzung anzubieten“, erinnert sich Heinz-Gerd Maikranz. Aufgrund der dezentralen Lage und anderweitiger Unterbringungsmöglichkeiten habe die Verwaltung zunächst von dieser Option abgesehen. „Die gewaltige Flüchtlingswelle zeichnete sich damals noch nicht ab. Jetzt hat sich die Situation natürlich geändert, so dass wir im Dezember die Gespräche wieder aufgenommen haben“, erklärt der Fachbereichsleiter, der die Struktur der Immobilie mit dem WSV-Heim vergleicht, das unlängst für diese Zwecke angemietet wurde (die MZ berichtete) und ebenfalls 30 bis 35 Personen Platz bieten soll. Eine Einfriedung durch Zäune oder Sichtbarrieren sei aufgrund der Lage nicht notwendig wäre aus Sicht von Heinz-Gerd Maikranz auch kontraproduktiv. Die Stadt wolle vor allem Flüchtlingsfamilien in Rinkscheid unterbringen.

Info-Veranstaltung für Bürger geplant

Die Gespräche zu Details der Unterbringung liefen noch, so Maikranz. Die Betreuung des Gebäudes durch einen Hausmeister sei bereits geregelt, fest stehe außerdem, dass die Rinkscheider Bürger noch vor der Belegung der Einrichtung im Rahmen einer Versammlung informiert werden sollen. „Auch das haben wir in Vorbereitung. Wenn die aktuelle Lage erfordert, dass wir auf das Freizeitheim zurückgreifen müssen, werden wir einen Informationstermin bekanntgeben.“

„Der Kirchenkreis hat die Notwendigkeit der Unterbringungsmöglichkeit gesehen und daher gehandelt“, erklärte Rolf Puschkarsky für das Kreiskirchenamt. Die Auslastung der Einrichtung bezeichnete er zwar als gut. Jugend- und Mitarbeitergruppen würden nun aber anderweitig unterkommen, unter anderem im Haus Nordhelle.

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