Ratten gesichtet? Bitte melden!

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Der Meinerzhagener Ratten-Population wird weiter der Kampf angesagt.

Meinerzhagen - Ratten im Stadtgebiet – ein Thema, das Verwaltung und Politik schon seit längerer Zeit beschäftigt. Vor knapp einem Jahr wurde der Kampf gegen die Schädlinge intensiviert.

Größer zu werden scheint die Ratten-Population seitdem nicht. Aber: Eine Reduzierung des Bestandes konnte wohl auch noch nicht erreicht werden.

Besonders hier scheinen sich Ratten in Meinerzhagen breit gemacht zu haben: im Volkspark, in einigen Bereichen an der Hauptstraße und auf Flächen Richtung Kläranlage. Das weiß auch Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck. Er hofft in diesem Zusammenhang auch auf Bürger, die Ratten-Sichtungen bei der Stadt melden. „Denn darauf sind wir angewiesen“, sagt Tischbiereck. 

Der Kampf gegen die Ratten wird bei der Stadt ernst genommen, erste Priorität hat er aber zurzeit nicht. Tischbiereck: „Momentan liegt unsere Priorität bei den Baumaßnahmen.“ Dennoch werde das Ausbringen von Ködern, bestückt mit Lockmitteln und Rattengift, weiter verfolgt. Und auch ein Flyer sei in Arbeit, der über die Problematik aufklären soll. „Ein erster Entwurf war allerdings wenig ansprechend und schwer verständlich. Aber wir haben das Projekt nicht aufgegeben, ein Flyer wird kommen“, verspricht der Fachbereichsleiter. 

Mit dem Thema „Rattenbekämpfung“ ist im Rathaus auch Mitarbeiterin Katharina Irle beschäftigt. Sie hat eine gute Nachricht zu verkünden: „An der Hauptstraße wurde eine Müllansammlung beseitigt, nachdem das betreffende Gebäude einen neuen Besitzer hat. Damit sollte das Problem zumindest an dieser Stelle gelöst sein. Hier wird Ruhe einkehren.“ Dennoch werden die kleinen schwarzen Kästen mit dem Gift weiterhin im Stadtbild zu finden sein. Und auch in den Abwasserkanälen sind Giftköder ausgelegt. „Das ist beispielsweise am Aldi-Parkplatz der Fall, wo wir sporadisch die Schächte beködern. Im Volkspark und auf größeren Flächen übernehmen das von der Stadt beauftragte Fremdunternehmen, an anderen Stellen machen wir das selbst“, erläutert Irle. 

Das Ganze ist natürlich nicht zum Nulltarif zu haben. Irle: „Die Stadt investiert in die Rattenbekämpfung pro Jahr einen vierstelligen Betrag.“ Die Expertin aus der Verwaltung bestätigt auch, dass von Entspannung in Sachen Ratten-Ausbreitung noch nicht gesprochen werden kann. Und sie fürchtet: „Der milde Winter könnte sich hier negativ auswirken.“ Am Köderfraß und anhand von „Hinterlassenschaften“ könne man erkennen, dass sich der Bestand wohl noch nicht verringert habe. Hauptsächlich seien es Wanderratten, die in Meinerzhagen ein Zuhause gefunden hätten. „Dabei handelt es sich um schlaue Tiere, deren Bekämpfung nicht einfach ist“, erläutert Irle. Sie fügt hinzu: „Grundsätzlich ist es aber schwierig, verlässliche Aussagen über die Anzahl der Ratten in Meinerzhagen zu machen. Das Problem wird nie ganz auszuräumen sein. Mal sind es mehr, mal weniger Tiere.“ 

Und wieso siedeln sich Ratten überhaupt in Städten an? Die Gründe für diese Entwicklung sind schnell gefunden – denn im Wesentlichen ist der Mensch selbst dafür verantwortlich, dass es immer mehr Ratten gibt. Er schafft beste Lebensbedingungen für die Tiere. Katharina Irle stellte bereits vor einigen Monaten fest: „Viele Menschen entsorgen Essensreste über die Toilette. Für die Ratten kommt das quasi einer Essenseinladung in der Kanalisation gleich.“ Offene Abfall- und Kompostbehälter sowie neben Müllbehältern weggeworfene Abfallreste täten ihr Übriges.

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