Coronavirus

Öffentliches Leben in Meinerzhagen steht still

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Die Schulen haben heute und morgen noch geöffnet, dann soll es eine Not-Betreuung geben. Alle öffentlichen Veranstaltungen in Meinerzhagen wurden abgesagt.

Meinerzhagen - Die Ausnahmesituation aufgrund des Coronavirus verschärft sich weiter. In Meinerzhagen werden sämtliche Veranstaltungen – unabhängig von ihrer Teilnehmerzahl – abgesagt.

Die Stadt Meinerzhagen reagiert auf die Ausbreitung des Coronavirus und veröffentlichte am Wochenende die angesichts der aktuellen Entwicklungen und dem Erlass des NRW-Landesministeriums folgend getroffenen Regelungen. Demnach werden sämtliche Veranstaltungen ab sofort zunächst bis einschließlich zum 19. April 2020 abgesagt. 

„Das gilt unabhängig von ihrer Teilnehmerzahl sowohl für öffentliche und private Veranstaltungen“, heißt es auf der städtischen Homepage. Städtische Veranstaltungsräume, Kultur- und Sportbereiche sind mit sofortiger Wirkung geschlossen. Gleiches gilt für sämtliche Veranstaltungshallen und -einrichtungen. Dazu gehören die Stadthalle, die Sport- und Mehrzweckhallen, die Kleinschwimmhalle mit Sauna sowie das Lehrschwimmbecken, Musikschule und Stadtbücherei, Jugendzentrum und Jugendtreff sowie alle weiteren Einrichtungen der Stadt Meinerzhagen. „Wir alle müssen auf die rasanten Entwicklungen besonnen, aber auch flexibel reagieren“, so Bürgermeister Jan Nesselrath, der darum bittet, „die Hinweise zu beherzigen und so dazu beizutragen, dass wir gemeinsam die Ausbreitung der Corona-Infektionen bestmöglich in Schach halten.“

Um das Ansteckungsrisiko für Bürger sowie die Mitarbeiter der Stadtverwaltung möglichst gering zu halten, wird darum gebeten, die städtischen Dienstleistungen bis auf Weiteres wenn möglich online zu nutzen oder sich telefonisch zu melden.

Vor große Herausforderungen sind ab heute Eltern gestellt, denn Kitas und Schulen bleiben ab dem heutigen Tag geschlossen. Damit Mütter und Väter die Möglichkeit haben, sich auf diese Situation einzustellen, können sie bis einschließlich morgen aus eigener Entscheidung ihre Kinder zur Schule schicken. „Die Schulen stellen an diesen beiden Tagen während der üblichen Unterrichtszeit die Betreuung sicher“, wird auf der städtischen Internetseite informiert.

Ab Mittwoch werde es ein absolutes Not-Betreuungsangebot geben. „Um dieses Angebot in dem notwendigen Maß vorbereiten zu können, bittet die Stadt Meinerzhagen in Absprache mit den Schulleitungen der Grundschulen, der Sekundarschule sowie des Evangelischen Gymnasiums alle Eltern, die von diesem Angebot Gebrauch machen wollen: Bitte melden Sie sich bis zum kommenden Dienstag bei der jeweiligen Schule und melden Sie den entsprechenden Bedarf an“, heißt es weiter. Nur so könne das Not-Betreuungsangebot sichergestellt werden. Über die aktuelle Situation werden Eltern unter anderem auch auf den Internetseiten der Schulen informiert. 

Die Einstellung des Schulbetriebes werde nicht dazu führen, dass Eltern, „die in unverzichtbaren Funktionsbereichen, insbesondere im Gesundheitswesen, arbeiten, wegen der Betreuung ihrer Kinder im Dienst ausfallen“, schreibt das Evangelische Gymnasium und kündigt an, während der gesamten Zeit des Unterrichtsausfalls ein entsprechendes Betreuungsangebot für die Klassen 5 und 6 vorzubereiten. Über den genauen Ablauf sollen Eltern heute informiert werden. Heute und morgen werde sich das Lehrerkollegium zudem die unterrichtliche Versorgung der Schüler auf digitalen Wegen planen.

In den Grundschulen Auf der Wahr und Am Kohlberg sind die Schüler bereits am Freitag mit Material und Arbeitsplänen versorgt worden. Weitere Informationen erhalten Familien auch auf den Internetseiten der Schulen. 

Eltern, deren Kinder Kindertagesstätten besuchen, werden gebeten, sich für entsprechende Auskünfte an die jeweilige Kita zu wenden.

Weiter wird seitens der städtischen Verwaltung informiert, dass auch die Meinerzhagener Ärzteschaft um telefonische Kontaktaufnahme bitte. „Die Mediziner in Meinerzhagen bitten darum, von einem direkten persönlichen Besuch in ihren Praxen abzusehen, sondern sich bei allen Symptomen zunächst telefonisch zu melden und das weitere Vorgehen abzusprechen.“ Auch dies diene dem eigenen Schutz und dem der Mitmenschen.

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