Jetzt kann es endlich losgehen

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Ein großes Regenüberlaufbecken wird an dieser Stelle an der Stadthalle gebaut. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Jetzt kann’s endlich losgehen!“, freut sich Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck von der Stadt Meinerzhagen über das absehbare Ende der diesmal überaus langen Winterpause für städtische Baumaßnahmen.

Ein Schwerpunkt in den nächsten Wochen wird das Reparieren der schlimmsten Frostschäden an den städtischen Straßen und Wegen sein. Auf die Einsatzkräfte des städtischen Baubetriebshofs kommt hier eine große Herausforderung zu, denn das zur Verfügung Geld wird auch diesmal bei Weitem nicht ausreichen, um alle wünschenswerten Reparaturen durchführen zu können. Im städtischen Haushalt stehen aber auch Mittel für einige größere Investitionsmaßnahmen abrufbar bereit. Ein Großteil der Projekte soll jetzt möglichst kurzfristig angepackt werden.

Im Bereich der Ortsentwässerung geht es in diesem Jahr an die Realisierung eines sehr umfangreichen und daher auf mehrere Jahre ausgelegten Vorhabens: Die Umwandlung der Melmechbach-Verrohrung in einen Mischwasserkanal. Diese Maßnahme steht noch im Zusammenhang mit der Bebauung im Gebiet Fumberg/Brannten und dient auch dem Hochwasserschutz. So soll in diesem Jahr im Bereich des Stadthallenparkplatzes zunächst ein neues Regenüberlaufbecken gebaut werden. Dafür stehen im Haushalt 280 000 Euro zur Verfügung. Tangiert wird durch die Baustelle auch ein Teil des Wochenmarkt-Areals.

Hintergrund dieser Maßnahme: Die vorhandenen Regenüberläufe am Kapellenweg, in der Derschlager Straße und in der Bahnhofstraße entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik – zudem sind hierfür auch bereits die abwasserrechtlichen Genehmigungen abgelaufen, so dass nunmehr zügig gehandelt werden muss. Ersatz für diese drei Regenüberläufe wird ein großes zentrales Bauwerk an der Stadthalle, dessen Überlauf am HIT-Markt in die Volme geleitet werden soll. Die Realisierung dieser Maßnahme war bislang zurückgestellt worden, weil mit dem Landesbetrieb Straßen NRW vereinbart worden war, die Maßnahme nicht vor Fertigstellung der Südumgehung zu beginnen. Dies deshalb, weil für den Bau des Regenüberlaufs und den dazugehörigen Zu- und Ablaufleitungen in die Volmestraße eingegriffen werden muss und dies zwangsläufig auch zu Verkehrsbehinderungen führen wird.

Die eigentliche Umwandlung der Melmechebach-Verrohrung in einen neuen, groß dimensionierten Mischwasserkanal wird mit einem Auftragsvolumen von rund 600 000 Euro mit einem ersten und insgesamt drei Bauabschnitten in diesem Jahr in Angriff genommen.

Der von der Stadt in Erfüllung der vom Land vorgegebenen abwasserechtlichen Auflagen erstellte Zentralabwasserplan zeigt auf, dass der in der Volme- und der Derschlager Straße liegende Hauptsammler, beginnend am HIT-Markt bis zur Einmündung Genkeler Straße, nicht mehr in der Lage ist, das Abwasser ordnungsgemäß abzuleiten. Nunmehr wird der hier verrohrte Bachlauf der Melmche erneuert und in einen großen Mischwasserkanal umgewandelt. Inbegriffen sind hierin auch die hydraulische Sanierung der einmündenden Kanäle der Straßen An der Stadthalle, Bahnhofstraße, Kapellenweg, Kampstraße, Genkeler Straße in Richtung Otto Fuchs Straße bis zur Einmündung Tunnelstraße. Insgesamt sind für die Baumaßnahme drei Abschnitte vorgesehen. Der erste Bauabschnitt in diesem Jahr beginnt etwa an der Einmündung Volmestraße/HIT-Markt und endet etwa an der Einmündung Kapellenweg.

Ebenfalls erneuert werden muss der vorhandene Regenüberlauf im Bereich Schulplatz. Auch hier reicht das derzeitige Fassungsvermögen nicht mehr aus, um bei Starkwasseranfall noch eine geordnete Abführung des Mischwassers gewährleisten zu können. Rund 650 000 Euro müssen jetzt für ein neues großes unterirdisches Bauwerk aufgewendet werden.

Eine weitere große Kanalbaumaßnahme steht im Zusammenhang mit der umfassenden Straßenerneuerung im Bereich Birkeshöhstraße/Jägerstraße. Neben der Fahrbahnerneuerung soll hier auch der vorhandene Mischwasserkanal erneuert und vergrößert werden. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von der Eimüdung Schulplatz bis etwa zum Beginn der Jägerstraße. Hierfür stehen im städtischen Etat als erste Teilrate 650 000 Euro bereit. Für den Straßenbau, der in zwei Bauabschnitten bis 2015 realisiert werden soll, sind in diesem Jahr weitere 660 000 Euro eingeplant.

Kurzfristig in Angriff genommen werden soll der Bau eines Gehwegs entlang der Bergstraße und über den Eisenbahnviadukt bis zur Einmündung Hoschlader Weg. 173 400 Euro sind dafür vorgesehen. Die Maßnahme dient auch der Sicherung des hier verlaufenden stark frequentierten Schulwegs.

Mit 390 000 Euro veranschlagt ist die Erneuerung der Breslauer Straße. Hier soll in den nächsten Tagen eine Einladung an die betroffenen Anwohner herausgehen zur Teilnahme an einer Informationsveranstaltung, bei der die Einzelheiten dieser Maßnahme vorgestellt werden.

Ebenfalls erneuert werden soll die Ahornstraße. Hier hat ein mittlerweile zweites Ausschreibungverfahren nach Auskunft von Jürgen Tischbiereck ein gegenüber dem Vorjahr deutlich besseres Ergebnis erbracht. Für den ersten Teilabschnitt sind nunmehr 368 000 Euro eingeplant. In Kürze werden auch die Straßenbauarbeiten für den restlichen Ausbau des Korbecker Wegs anlaufen. Hier wird mit weiteren Kosten in Höhe von 200 000 Euro gerechnet.

Schließlich soll ebenfalls zeitnah die Ausstattung des erneuerten Zentralen Omnibusbahnhofs am Kapellenweg vervollständigt werden. Die Bahnsteigüberdachungen sind ausgeschrieben worden. „Wir haben hier ein sehr günstiges Angebot einholen können und werden mit dem vorhandenen Haushaltsansatz daher voraussichtlich gut auskommen“, so der städtische Fachbereichsleiter. ▪ -fe

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