Meinerzhagen unter Strom

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Das Foto zeigt die Fläche an der Birkeshöhbrücke, wo eine zweite Ladestation für E-Fahrzeuge entstehen könnte.

Meinerzhagen - Einigkeit quer durch alle Fraktionen: E-Mobilität ist wichtig und die Zukunft. Deshalb waren sich die Mitglieder des Bau- und Vergabeausschusses auch einig: Die Stadt soll den Bau von Ladestationen für Elektro- und Hybrid-Autos forcieren.

Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck nutzte die jüngste Sitzung des Gremiums dann auch dazu, zwei Möglichkeiten aufzuzeigen, wie kostengünstig oder sogar kostenneutral für die Stadt Ladestationen gebaut werden können. Bevorzugter Standort für zwei Ladestationen ist der Bereich unterhalb der Birkeshöhbrücke an der Lindenstraße. Bereits im April hatte der Ausschuss zugestimmt, dass dort in Sachen Lade-Infrakstruktur etwas getan werden soll. Die Konsequenz: Ein Förderantrag wurde gestellt.

Der ist „unterwegs“ – aber noch nicht positiv beschieden. Sollte das Okay kommen, wäre es mit einem städtischen Eigenanteil von 9000 Euro möglich, zwei Ladestationen zu bauen. Bevorzugter Standort wären zwei Parkplätze seitlich der Birkeshöhbrücke. Aber auch andere Stellen im Stadtgebiet könnten ausgewählt werden. Das wäre bei der zweiten Variante nicht möglich. Denn: Hier würde das Versorgungsunternehmen Enervie ins Spiel kommen.

Tischbiereck erläuterte: „Der Versorger hat die Stadt in Sachen Ladestationen angesprochen. Dort hat man die Zeichen der Zeit ebenfalls erkannt und will den Ausbau forcieren. Weil wir im Zuge der Bauarbeiten die Infrastruktur mit Leerrohren an den Stellplätzen Birkeshöhbrücke bereits angelegt haben, könnte dort eine Ladestelle für zwei Autos entstehen. Das sieht auch Enervie so.“

Tischbiereck kann sich sogar vorstellen, dass Auswärtige die Ladesäulen gezielt anfahren und dazu die nahe Autobahn 45 verlassen: „Möglich, dass dann durch diese Menschen auch irgendwo Geld in Meinerzhagen gelassen wird.“ Fazit der Beratungen im Ausschuss: Das eine tun und das andere nicht lassen. Das bedeutet: Der Förderantrag wird nicht zurückgezogen und Enervie darf die Planungen für Meinerzhagen weiter vorantreiben. Sollte es Zuschüsse geben und Enervie zusätzlich investieren, könnten sogar, über die zwei „E-Säulen“ an der Birkshöhbrücke hinaus, zusätzliche E-Ladestationen im Stadtgebiet entstehen. Was sagen die Politiker dazu? Dass Elektro-Fahrzeuge die Zukunft sind, stellte im Bau- und Vergabeausschuss niemand in Frage:

Thorsten Stracke (CDU): „Wir sollten die Zeichen der Zeit erkennen. E-Mobilität ist politisch gewollt. Man muss gewappnet sein für die Zeit, in der der Verbrennungsmotor herkömmlicher Art verboten wird. Die Planungen machen Sinn, auch wenn es nur zwei Anschlüsse sein sollten.“

Rolf Puschkarsky (SPD): „In Meinerzhagen fahren bereits einige E-Autos. Wir sollten in Sachen Ladestationen auch mit den Betreibern des Hit-Marktes sprechen und an Orte im Stadtgebiet denken, an denen regelmäßig viele Menschen verkehren.“

Ingolf Becker (Bündnis 90/Die Grünen): „Das ist absolut sinnvoll. Es gibt Investoren wie Enervie. Wir sollten in dieser Beziehung die Ohren offenhalten.“

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