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Stadt versucht Freibad-Chaos in den Griff zu bekommen

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Von: Simone Benninghaus

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Vor dem Freibad bildete sich am Donnerstag eine lange Schlange Wartender. Die Stadt suchte nach einer Lösung für die Misere.
Vor dem Freibad bildete sich am Donnerstag eine lange Schlange Wartender. Die Stadt suchte schnell nach einer Lösung für die Misere und fand sie. © Benninghaus, Simone

Problem erkannt und schnell gebannt: Das Bild, das sich am Donnerstagnachmittag vor dem Meinerzhagener Freibad bot, soll sich möglichst nicht wiederholen. Fast eine Stunde Wartezeit in praller Sonne mussten Freibadbesucher in Kauf nehmen, ehe sie ins Wasser steigen durften. Die Warteschlange – mehrere Hundert Meter lang. Die Stadtverwaltung reagierte schnell und änderte die Zeitblöcke.

Meinerzhagen – Aus vier Blöcken werden ab sofort zwei. Zugleich wird die Anzahl der zugelassenen Besucher auf 1000 erhöht. Das teilte der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters Helmut Klose am Freitagmorgen auf MZ-Anfrage mit: „Wir hoffen, dass das für Entspannung sorgt.“

Lange Schlange vor dem Freibad-Eingang

Am Donnerstag hatte es bei Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke einen unerwartet langen Stau vor dem Freibadeingang gegeben. Wer rein wollte, musste anstehen, und das lange. Sie habe nach einer halben Stunde Wartezeit entnervt aufgegeben, berichtete eine Mutter, die mit ihrer Tochter eigentlich auf eine Abkühlung gehofft hatte. Die ließ für die überwiegend jungen Besucher lange auf sich warten. Es halfen nur Geduld oder ein Schirm, den einige Badegäste für die Liegewiese eingepackt hatten, jetzt aber als Sonnenschutz in der Warteschlange aufspannten. Eine Schülergruppe harrte 50 Minuten in der Sonne aus – für am Ende 90 Minuten Badevergnügen. Denn die beiden Zeitfenster am Nachmittag sahen ohnehin jeweils nur zwei Stunden Aufenthaltszeit vor, unterbrochen von einer 30-minütigen Pause – was am Donnerstag bedeutete, dass manche Schwimmer das Bad verließen und erneute Wartezeit auf dem Parkplatz in Kauf nahmen, um noch einmal schwimmen zu können.

Diese bisherige Regelung ist nun aufgehoben worden. Künftig gibt es nur noch zwei größere Zeitblöcke. Einen am Vormittag, einen weiteren dann am Nachmittag. „Dazwischen müssen wir das Bad eine Stunde schließen“, erklärte Helmut Klose. Corona-bedingt müsse die Anlage dann gereinigt und desinfiziert werden – das gilt auch für die Besuchermarken, die am Eingang verteilt werden.

Keine Kontaktdaten mehr notwendig

Seit Freitagnachmittag ist außerdem „nach derzeitiger und ganz aktueller Coronalage eine Kontaktnachverfolgung nicht mehr erforderlich. Eine sehr erfreulich Entwicklung, da wir ab sofort keinen Nachweis mehr führen müssen und der Einlass ins Freibad damit wesentlich entspannter und zügiger erfolgen kann“, informierte Klose. Dass jeder Freibadbesucher vor dem Einlass Namen und Adresse angeben musste, hatte ursächlich auch zu der immensen Wartezeit geführt.

Der Weg ins kühle Nass

Seit Freitag gelten folgende Zeiten für einen Besuch des Freibads. Wochentags (Montag Ruhetag): Erster Zeitblock 7.30 bis 13.30 Uhr; zweiter Zeitblock 14.30 bis 19 Uhr. An Wochenenden/Feiertagen: Erster Zeitblock 10 bis 13.30 Uhr; zweiter Zeitblock 14.30 bis 19 Uhr. Alle weiteren Regeln, darunter die Schließung von Minigolfanlage, Kiosken, Spiel- und Sprunggeräte, bleiben noch bestehen. Das gilt auch für die Kontrolle der Gästezahl durch die Vergabe von Plastikkarten beim Eintritt. Der Eintrittspreis beträgt weiterhin 1 Euro pro Person und Zeitblock, davon ausgenommen sind Kinder, Schüler, Jugendliche und Begleitpersonen gemäß Merkzeichen „B“ von Behinderten. Die Gäste sollten an ihre Maske denken und die Abstandsregeln beachten.

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