Meinerzhagen: Kreisumlage sinkt deutlich

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Kämmerin Susanne Neumann

Meinerzhagen - Gute Nachrichten für die städtischen Finanzen: Meinerzhagen wird 2018 bei der Kreisumlage wohl deutlich entlastet.

Der Hebesatz sinkt von 47,71 auf 43,58 Prozent. In Zahlen heißt das: 1 668 407 Euro weniger als für das Jahr 2017 werden fällig. Weist die Rechnung für das laufende Jahr noch 14 475 143 Euro aus, die an den Kreis nach Lüdenscheid überwiesen werden müssen, sind für das kommende Jahr nun „nur“ noch 12 806 736 Euro angesetzt.

Damit gehört die Volmestadt zu den größten Gewinnern im Heimatkreis. Das liegt auch daran, dass die sogenannte „Umsatzgrundlage“ in der Simulationsrechnung des Kreiskämmerers für 2018 gesenkt wurde. Dabei handelt es sich um den Betrag, auf den der Kreisumlage-Hebensatz angerechnet wird.

Auch bei der so genannten differenzierte Kreisumlage gibt es gute Nachrichten aus dem Kreishaus: 214 038 Euro weniger werden hier von der Stadt Meinerzhagen für 2018 gefordert. Der absolute Betrag sinkt somit von 5 503 649 auf 5 289 611 Euro. Dieser Betrag wird für Kommunen fällig, die in der Verwaltung kein eigenes Jugendamt vorhalten und bei denen der Kreis diese Aufgabe übernimmt.

Bei Meinerzhagens Kämmerin Sabine Neumann hält sich die Freude allerdings in Grenzen. Weil die Steuerkraft der Kommune als Berechnungsgrundlage für die Kreisumlage herangezogen wird, berücksichtigt sie auch diesen Faktor. Für Meinerzhagen bedeutet das: Die Stadt erzielt voraussichtlich weniger Einnahmen als 2017, weshalb die Umlagegrundlage geringer ausfällt. Neumann: „Auch unsere Steuerkraft ist gefallen, deshalb hinkt der Vergleich.“ Spitzenreiter“ in negativer Hinsicht ist bei der aktuellen Berechnung der Kreisumlage übrigens Schalksmühle: Der Kommune wird für das Jahr 2018 eine „satte“ Umlage-Rechnung präsentiert, die mit 9 921 321 Euro um 691 488 Euro über der Summe von 2017 liegen soll.

Insgesamt sinkt die Kreisumlage, also der Betrag, den die Städte und Gemeinden an den Kreis zahlen, 2018 um 4,1 Millionen Euro. Im Vergleich zu anderen Kreisen bilde der Märkische Kreis damit eine Ausnahme, so der Kreiskämmerer Fritz Heer. „Der Märkische Kreis plant für 2018 mit einem Etat von rund 535 Millionen Euro. Dem stehen Einnahmen in Höhe von 532 Millionen entgegen. Das Defizit von 3 Millionen wird über die Ausgleichrücklage finanziert“, heißt es.

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