Großbaumaßnahme im Gebiet der Birkeshöh

Die Luftaufnahme verdeutlicht die besonderen Dimensionen der Großbaumaßnahme: Im Bereich Schulplatz oberhalb der Birkeshöhbrücke laufen umfangreiche Tiefbauarbeiten, um hier ein Regenüberlaufbecken platzieren zu können. - Fotos: van de Wall

Meinerzhagen - Im nördlichen Stadtgebiet von Meinerzhagen läuft seit einigen Wochen das nächste Großprojekt im Bereich von Straßen- und Kanalbau.

Von Horst vom Hofe

Die Stadt Meinerzhagen investiert fast drei Millionen Euro in die Sanierung der erkennbar in die Jahre gekommenen Hauptverbindungsstraße im Birkeshöhgebiet und des mittlerweile längst zu klein gewordenen Abwasserkanals.

Die Realisierung der Baumaßnahme wird sich in mehreren Abschnitten bis ins Jahr 2015 hinziehen.

Wegen der besonderen Dimensionen und Herausforderungen, die sich hier den Planern und bauausführenden Tiefbauunternehmen stellen, sind im Zuge der Arbeiten von den Anliegern leider auch zum Teil gravierende Verkehrsbeschränkungen in Kauf zu nehmen.

So ist derzeit bereits die Verbindung zwischen der Birkeshöhstraße und der Brücke Richtung Stadt im Bereich des Schulplatzes gesperrt. Eine weitere Teilsperrung gibt es im oberen Bereich der Birkeshöhstraße in Höhe der Einmündung Im Kumpenhahn. Auch dort bedeutet die Vollsperrung, dass längere Umleitungsstrecken, zum Beispiel über den Kreisverkehr am Ende der Jägerstraße und über die Talstraße in Richtung Stadtmitte oder Volmetal genutzt werden müssen.

Projektleiter Markus Schade vom Fachbereich Technischer Service bei der Stadt Meinerzhagen hat mittlerweile einige Anliegerbeschwerden erhalten. So wird derzeit offenbar immer wieder auch die Umleitungsstrecke über die Bodelschwingh- und Mühlenbergstraße von schweren Lastkraftwagen befahren, die womöglich von ihren Navis fehlgeleitet werden. „Wir werden kurzfristig reagieren und für den überörtlichen Schwerlastverkehr weiträumig auf die Sperrungen in diesem Bereich und geeignete Umfahrungen mit zusätzlichen Hinweisschildern aufmerksam machen“, kündigt Schade an. Ansonsten bleibt ihm nichts Anderes übrig, als die Anwohner um Verständnis für die mit der Baumaßnahme einhergehenden Beeinträchtigungen zu bitten. „Diese Baumaßnahme wird am Ende ja auch zu deutlichen und auch von den Anwohnern gewünschten Verbesserungen führen“, stellt der Diplom-Ingenieur heraus. So war die Fahrbahnerneuerung der Birkeshöh- und Jägerstraße angesichts ihres desolaten Zustandes eigentlich schon längst fällig. Mit Flicken und Reparieren war es hier angesichts des in die Jahre gekommenen Gesamtzustandes von Ober- und Unterbau nicht mehr getan.

Gleiches gilt für den mittlerweile deutlich zu klein gewordenen Abwasserkanal, der in der Straße verläuft. Angesichts der zahlreichen Neubauten in diesem Gebiet, aber auch wegen der sich in jüngerer Zeit häufenden Starkregenereignisse war die oftmals fatale Folge, dass der Kanal überlief und Wasser zum Teil auch in die Keller anliegender Wohngebäude eindrang.

Projektleiter Schade verdeutlicht die mit dieser Baumaßnahme nun einhergehende deutliche Verbesserung: „Aktuell gibt es hier noch Rohre mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern. Das wird in Teilbereichen nun auf 120 und ansonsten auf 90 Zentimeter ganz erheblich vergrößert.“ Am Schulplatz entsteht zudem ein Regenüberlaufbecken, für das man bis zu vier Meter in die Erde geht. Das 10 x 4 Meter große Becken sorgt bei Starkregen dafür, dass überfließendes Mischwasser aus der Kanalisation geordnet direkt in die angrenzende Volme eingeleitet wird, so dass Fahrbahnüberflutungen verhindert werden. Aktuell ist mit den ersten Kanalbaumaßnahmen im Bereich Schulplatz und in Höhe Im Kumpenhahn begonnen worden. Dort muss man sogar bis zu 6,50 Meter tief in die Erde. „Wir haben festgestellt, dass davon rund 4 Meter massiver Fels sind, so dass die Arbeiten entsprechend aufwendig sind“, so Markus Schade.

Ausgeführt werden die Arbeiten von einer Arbeitsgemeinschaft der Firmen Heinrich Weber aus Siegen und Straßen- und Tiefbau aus Kirchhundem. Mit beiden Firmen hat die Stadt bei anderen Großprojekten in der Vergangenheit nach Aussagen von Markus Schade schon gute Erfahren gemacht.

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