Infos über geplante Sanierungen

Zwei Abende, ein Thema

Sanierung Südstraße - Waldstraße - Kosten für Anlieger
+
Fachbereichsleiter Jürgen Tischbierek führte durch die Infoabende.

Das gab es lange Zeit nicht mehr: Zunächst trafen sich in der vergangenen Woche am Dienstag die Anwohner der Waldstraße im Otto-Fuchs-Saal zu einer Bürgerinformation, zwei Tage später waren die Anlieger der Südstraße an der Reihe. 

Meinerzhagen - In coronafreien Zeiten hätte man beide Straßensanierungen vermutlich im Rahmen einer einzigen Veranstaltung vorgestellt. Nicht aber diesmal: Die Runde sollte möglichst klein gehalten werden und so waren zum Waldweg aber immerhin 23 der 30 eingeladenen Haus- und Grundstückseigentümern erschienen.

Wichtiger Punkt: Anliegerbeiträge

Von Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck, welcher mit dem Vertreter des Planungsbüros und seinen städtischen Kollegen anwesend war, gab es zunächst einleitende Worte zur allgemeinen Aufgabe der Stadt, sich um Straßen- und Kanalerhalt und Erneuerung kümmern zu müssen – und zur vorgeschriebene Beteiligung der Anlieger. Im Anschluss diskutierte man sachlich, aber durchaus kontrovers bestimmte Planungsfakten. Am Ende konnte mehrheitlich der Ausbaustandard festgelegt werden. Zunächst angedachte markierte Stellplätze, blieben dabei auf der Strecke. Wichtigster Fakt für die Beitragspflichtigen war zuvor noch der anstehende Beitrag, der derzeit zwischen 8 und 9 Euro pro Quadratmeter überbauter Grundstücksfläche beträgt. Inwieweit dabei ein möglicher Förderbetrag für eine Verringerung sorgen wird, ist derzeit noch offen.

Neben der Süd- soll auch die Waldstraße saniert werden.

Eine mit 4,75 Meter etwas breitere Fahrbahn, ein flaches Seitenbord und ein mit 1,75 Meter geringfügig schmalerer, gepflasterter Gehweg: Auf diesen Kompromiss einigten sich dann am Donnerstag die Haus- und Grundbesitzer der Südstraße mit den Verwaltungsvertretern aus den Fachämtern und dem Architekten des Planungsbüros. Der städtische Fachbereichsleiter Jürgen Tischbierek moderierte auch diesen Informationsaustausch. Nach dem jetzigen Kenntnisstand liegen die Baukosten für Straße und Kanal bei gut 400 000 Euro.

Dennoch bleibt es bei einem überschaubaren Anliegerbeitrag von geschätzten vier bis fünf Euro pro Quadratmeter der abrechnungsfähigen Grundstücksfläche. Dieser könne noch sinken, wenn die Stadtverwaltung die angestrebte Bezuschussung der Maßnahme erreiche, wie Verwaltungsmitarbeiterin Nicole Simon bei ihrem Vortrag zum Gebühren- und Beitragswesen erklärte. Volker Bünermann, Geschäftsführer des mit der Planung beauftragten Ingenieurbüros, zeigte drei Ausbauvarianten auf.

Im Bürgergespräch entwickelten alle Beteiligten daraus die neue Variante mit einer Fahrbahnbreite von 4,75 Meter. In Verbindung mit dem flachen Bord kann so an der Straße weiterhin geparkt werden. Schon während der Fachausschusssitzung am 29. Juni wird das Projekt abschließend beraten. Nach erfolgter Ausschreibung und Vergabe soll der Straßenausbau nach Absprache mit den Anliegern jedoch erst ab Frühjahr 2022 erfolgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare