Rat stimmt Förderantrag zu

Kein Geld fürs Tablet: Fördergeld soll Schülern helfen

Kindern aus ärmeren Familien soll künftig etwa ein Tablet zur Verfügung gestellt werden können, um den Anforderungen auch ans Homeschooling gerecht zu werden.
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Kindern aus ärmeren Familien soll künftig etwa ein Tablet zur Verfügung gestellt werden können, um den Anforderungen auch ans Homeschooling gerecht zu werden.

Digitales Lernen soll auch Kindern aus ärmeren Familien möglich sein. Dafür gab der Rat der Stadt jetzt grünes Licht.

Meinerzhagen - Die Corona-Pandemie hat es offen zutage gelegt: In Sachen Digitalisierung ist Deutschland vielerorts ein Entwicklungsland. Auch in Meinerzhagen. Um für eventuelle „Homeschooling“-Phasen besser gerüstet zu sein, gewährt das Land NRW eine digitale Sofortausstattung an Schulen. Damit sollen auch solchen Schülern Endgeräte zur Verfügung stehen, die sich die Anschaffung eines eigenen Tablets nicht leisten können.

Mit bis zu rund 68 000 Euro bezuschusst das Land die Anschaffung solcher Endgeräte, wobei die Stadt aber mindestens zehn Prozent der Gesamtkosten zu übernehmen hat. Für Lehrkräfte, für die ebenfalls eine digitale Ausstattung angeschafft werden soll, entfällt dieser Eigenanteil. Für die Pädagogen stellt das Land 54 000 Euro zur Verfügung.

Kritik an Festlegung auf Apple-Produkte

Der Rat stimmte am Dienstag den außerplanmäßigen Aufwendungen für die Anschaffung der Geräte zu – eine Ausschreibung für die städtischen Schulen war aber nach nichtöffentlicher Sitzung des Vergabeausschusses bereits erfolgt. Das hinterfragten jedoch Kai Krause (FDP) und Christine Fischer (UWG). Offenbar hat sich die Stadt bereits für Produkte der Firma Apple entschieden, „womit wir Eltern aber unter Umständen zu teureren Endgeräten zwingen“, gab Krause zu bedenken. Er forderte, auf eine Systemoffenheit zu achten, also darauf, dass auch Geräte etwa mit Android-Betriebssystem mit der angeschafften Schulsoftware laufen.

Konzept liegt noch nicht vor

Christine Fischer wiederum hätte sich gewünscht, zunächst ein Digitalisierungskonzept vorliegen zu haben, ehe man sich auf ein Produkt festlegt. Bürgermeister Jan Nesselrath (CDU) wies auf die Fördermöglichkeit hin und drängte zu Eile: „Im schlimmsten Fall ist das Geld weg. Und was machen wir dann bei einer zweiten Welle? Dann wäre Homeschooling nicht möglich.“

Am Ende stimmte der Rat denn auch geschlossen, bei einer Enthaltung von Christine Fischer, für die Anschaffung der Endgeräte.

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