Stadt baut ein zweites Silo für Streusalz

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Auf dem Gelände des Baubetriebshofes am Darmcher Weg soll ein zweites Streusalzsilo errichtet werden. Damit erhöht sich die Lagerkapazität deutlich. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Der nächste Winter kommt bestimmt“, verdeutlichte Gerd Wirth. Der Vorsitzende des Betriebsausschusses des Baubetriebshofes der Stadt begründete damit die außerturnusmäßige Einberufung des Gremiums, das am Donnerstag in den Räumen der städtischen Einrichtung am Darmcher Weg tagte.

Auf Grund der besonderen Erfahrungen aus zwei aufeinander folgenden langen und schneereichen Winterperioden sollen Konsequenzen für den städtischen Winterdienst gezogen werden. Vorgesehen ist die Aufstockung des eigenen Streusalz-Lagers.

Der kaufmännische Werksleiter Frank Markus zog Bilanz: Die beiden vergangenen Winterperioden mit den in Deutschland flächendeckend extremen Schneemassen haben dazu geführt, dass ein regelrechter Salz-Liefernotstand eintrat. Hiervon waren insbesondere die Städte und Gemeinden betroffen, da die Autobahnmeistereien sowie die Landesbetriebe vorrangig bedient werden. Die Lieferzeit für Salzbestellungen lag nach Angaben des Werksleiters zeitweilig bei rund vier bis sechs Wochen, was dazu geführt habe, dass die Stadt Meinerzhagen ihrer Verkehrssicherungspflicht nur noch mit Mühen und teilweise auch eingeschränkt habe erfüllen können. Markus machte klar: „Unter bestimmten Umständen, wie beispielsweise Eisregen, hätte die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht aufgrund des Salzmangels nicht mehr in Gänze nachkommen können.“

Mit Blick auf künftige Jahre, in denen ähnliche winterliche Abläufe nicht ausgeschlossen werden können, sieht die Geschäftsleitung des Baubetriebshofes daher Handlungsbedarf.

Aktuell verfügt die Stadt über ein Salzlager in Form eines Silos mit einem Volumen von rund 200 Tonnen. Der durchschnittliche Salzverbrauch der vergangenen zwölf Winterperioden lag bei knapp 700 Tonnen. In den Spitzen bei strengen Wintern, wie zuletzt gleich zweimal in Folge, waren es aber auch schon bis zu 1200 Tonnen.

Es wurden verschiedene Möglichkeiten für die als unerlässlich angesehene Aufstockung der Lagerkapazität geprüft. Als auch wirtschaftlich günstigste Lösung kristallierte sich die Errichtung eines zweiten Salzsilos heraus. Dies soll ein Volumen von weiteren 250 Tonnen haben. Die Anlage soll auch unter Einsatz von Eigenleistungen auf dem Gelände des Baubetriebshofes errichtet werden. Die dafür im Wirtschaftsplan nachträglich einzuplanende Finanzierung im Wege einer Kreditaufnahme wird auf 90 000 Euro beziffert.

Der Ausschuss befürwortete einstimmig diese Investition, mit der man den Baubetriebshof dann für weitere Wintereinsätze deutlich besser aufgestellt sieht. Neben der besseren Versorgungssicherheit für Streusalz kommt durch die Aufstockung der Lagerkapazität auch ein wirtschaftlicher Aspekt hinzu: Man kann jetzt zu deutlich günstigeren Konditionen jeweils rechtzeitig vor der Winterperiode eine deutlich größere Menge Streusalz auf Lager legen. ▪ -fe

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