Kanalnetz-Sanierung – eine unendliche Geschichte

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Wie hier in Ihne gibt es Stadtgebiet auch ganz einfache Lösungen zur Regenwasserbeseitigung. Ein offener Graben leitet hier das Wasser ab.

Meinerzhagen - Die Sanierung und Optimierung des städtischen Kanalnetzes ist eine unendliche Geschichte. Bei der Umsetzung der geplanten Maßnahmen sind manchmal auch zeitliche Verschiebungen notwendig.

„Bei der Erneuerung und Sanierung unseres Kanalnetzes und der anderen Anlagen zur Abwasserbeseitigung werden wir wohl nie einen endgültigen Schlusspunkt erreichen.“ Dieses Fazit zieht Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck im Hinblick auf die langsam endende Bausaison 2015.

Dennoch ist er damit zufrieden, was sein Team bei der Abarbeitung des aktuellen Konzeptes für die Abwasser- und Niederschlagswasserbeseitigung auch dieses Jahr umsetzen konnten. Rund 19,5 Millionen Euro sieht die detaillierte Auflistung, in der sich alle Kanäle, Regenrückhalte und Überlaufbecken ebenso wiederfinden, wie offene Gräben und Einleitungsstellen für das Regen- und Oberflächenwasser, insgesamt vor. Die bereits vierte Fortschreibung gilt derzeit für den Zeitraum von 2015 bis 2020. Von der Bezirksregierung Arnsberg genehmigt, gibt sie den „verpflichtenden Arbeitsplan“ für die Stadt vor.

So waren denn auch die Großmaßnahmen im Bereich der Birkeshöh- und Jägerstraße oder die gerade im Philosophenweg im ersten Bauabschnitt abgeschlossenen Arbeiten Teil des Konzeptes. Und auch in Valbert konnten die Anlieger der Straße Alter Weg in den letzten Wochen „hautnah“ erleben, wie das Geld für die Kanäle verbuddelt wird.

„Wir wollten eigentlich auch den unterirdischen Regenüberlauf im Piepenströtken den technischen Erfordernissen anpassen, die umfangreichen Abstimmungsarbeiten im Vorfeld haben uns nun aber dazu gezwungen, diese Maßnahme nach 2016 zu verschieben“, so Jürgen Tischbiereck.

Ebenso verschoben wurde im Ebbedorf die Kanalsanierung Im Wiesengrund und im Tulpenweg. Hier stehen nunmehr die „hydraulischen Anpassungen“ der mittlerweile nicht mehr ausreichend dimensionierten Kanäle für 2016 beziehungsweise 2017 an.

Anders als bei den Kostenbeteiligungen für den Neubau oder die Erneuerung von Straßen nach dem Baugesetzbuch oder dem Kommunalabgabengesetz, werden die betroffenen Anlieger beim Kanalbau nicht direkt zur Kasse gebeten. Die Kosten hierfür zahlen alle Meinerzhagener solidarisch im Rahmen der von der Stadt kalkulierten Abwassergebühren.

Insgesamt 39 Einleitungspunkte befinden sich im Stadtgebiet, die direkt oder indirekt in ein Gewässer oder in das Grundwasser einleiten. Davon 17 aus Regenüberläufen oder Regenrückhaltebecken, 18 aus Regenwasserkanälen und vier aus Kläranlagen, wie der des Ruhrverbandes an der B54. In diesem Zusammenhang sicherlich interessant, ist die von den Fachleuten im Meinerzhagener Rathaus errechnete „Anschlussquote“. Die liegt derzeit bei rund 96 Prozent.

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