Ein Stadion für die fünfte Liga

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Bis zu 1200 Fans bei einem Spiel konnte der RSV Meinerzhagen in der vergangenen Saison im Stadion an der Oststraße begrüßen. Die Zuschauer sollen künftig ein Dach über ihren Köpfen bekommen.

Oberliga, wir kommen! Im Märkischen Kreis und darüber hinaus ist die 1. Fußballmannschaft des RSV Meinerzhagen etwas Besonderes. Die Konsequenz des Erfolges: Jetzt muss das Stadion an der Oststraße für die hohe Liga fit gemacht werden.

Als erste Punkte auf der Agenda: Eine überdachte Tribüne und die Sanierung des Vereinsheimes. 

Eigentümer des Stadions ist die Stadt Meinerzhagen. Hauptnutzer der RSV Meinerzhagen. Folgerichtig also, dass sich die beiden direkt betroffenen Parteien an einen Tisch setzen und die Zukunft planen. Das ist mehrfach geschehen, zuletzt Anfang Juli. Dirk Rebein, Vorsitzender des RSV, ist sehr zufrieden, was die Kooperation mit der Kommune angeht: „Alle sind mit im Boot, es läuft.“ Inzwischen, so Rebein weiter, habe man einen heimischen Architekten mit der Ausarbeitung der Pläne beauftragt. Baubeginn könnte im März 2020 sein, ein genaues Datum und einen detaillierten Zeitrahmen gibt es aber noch nicht. 

Fakt ist: Eine Tribüne mit Dach soll entstehen, und zwar dort, wo jetzt die meisten Stehplätze vorhanden sind. „Dafür sind die Stehstufen wohl nicht nutzbar“, glaubt Rebein. Er berichtet, dass auch neue Fundamente für die nötigen Stützen gebaut werden müssen. Ob das Dach über dem Kopf der Zuschauer künftig 48 Meter lang sein wird, also die komplette Breite der jetzigen Stehplatz-Ränge einnimmt, stehe noch nicht fest. Eventuell könne man auch zwölf Meter weniger überbauen und dann gegebenenfalls anbauen, sollte ein weiterer Aufstieg gelingen. Wünschenswert in diesem Zusammenhang: Sitzplätze. Was die genau kosten und wie das alles letztendlich zu realisieren ist, das muss jetzt geklärt werden. 

Die Wege im Bereich Vereinsheim und das Gebäude selbst stellen das zweite „Paket“ dar, das in Angriff genommen werden soll. Damit will man die Baumaßnahmen auch beginnen. Die Treppen – etwa im Bereich der Unterführung am Nebeneingang – sollen erneuert werden, das gilt auch für den asphaltierten Fußweg. „Die Umkleiden und Duschen hingegen sind Okay, lediglich die Schiedsrichterkabine wird saniert“, teilte Rebein mit. 

Wie das finanziert wird, ist noch nicht genau geklärt. Hier wird die Stadt allerdings mit im Boot sein. Eventuell, so Rebein, könnte auch Fördergeld vom Land fließen. Anträge sollen jedenfalls gestellt werden. Wann und ob mit diesem Geld gerechnet werden könnte – unklar. „Und finanzielle Mittel müssten ja auch erst im kommenden Haushalt der Stadt eingestellt werden“, kalkuliert Rebein.

Ein Fragezeichen steht zudem hinter der weiteren Nutzbarkeit des Stadions, wenn die Bagger anrücken. Eine Möglichkeit sei, das Heimrecht eventuell zu tauschen, sollte der Platz gesperrt werden müssen. Auch einige Heimspiele in der Fremde zu absolvieren, wäre eine Alternative. „Eventuell käme dafür Kierspe in Frage“, beschäftigt sich Rebein bereits mit allen Eventualitäten. 

So oder so – das Gesamtpaket „Aufwertung des Stadions Oststraße“ wird nach ersten, vorsichtigen Schätzungen laut Rebein „einen mittleren sechsstelligen Betrag kosten“. Diese Summe müsste bei einem Aufstieg in die Regionalliga noch aufgestockt werden. Dann nämlich, so Rebein, würde auch ein stärkeres Flutlicht benötigt. Eine solche Maßnahme ist momentan (noch) kein Thema. Rebein: „Jetzt sollen am vorhandenen Flutlicht erst einmal die defekten Lampen durch neue ersetzt werden. Dann folgen erneute Lichtmessungen auf dem Platz und wir werden sehen, ob das etwas gebracht hat.“

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