Graffiti an weiteren Bushäuschen

+
Nachmittags gegen 16 Uhr starteten Ole und Tobias ihre Arbeit – und schon gegen 18 Uhr war ein Buswartehäuschen an der Landstraße 539 fast fertig.

Valbert - Anfang Dezember haben sie schon an der Haaner Straße in Valbert ihre künstlerischen Fähigkeiten gezeigt. Ole Hafner und sein Freund Tobias Reichler verwandelten dort ein verschmiertes und unansehnliches Buswartehäuschen in ein „kleines Kunstwerk“.

Von Jochen Helmecke

In knapp fünf Stunden hatten die beiden mit ihren selbst entworfenen Graffiti-Motiven ein echtes Schmuckstück hergestellt, welches schon am selben Tag und auch in Folge von den Betrachtern sehr gelobt wurde.

Die beiden Graffiti-Sprayer aus Reichshof-Sinspert und Lengelscheid kennen sich seit vielen Jahren und sind durch ihr „farbiges“ Hobby eng miteinander verbunden.

Im November 2014 stellten sie, angeregt durch den Valberter Ortsvorsteher Hans Gerd Turck, im Bau- und Vergabeausschuss ihre Entwürfe für drei Wartehäuschen in Valbert und Ihne vor. Der Zuspruch der Kommunalpolitiker und aus dem Meinerzhagener Rathaus war groß und somit konnte sich Torsten Hasek vom Fachbereich technischer Service anschließend direkt um die Organisation und vor allem die Beschaffung der Spezialfarben kümmern.

Mit der jetzt zögerlich einsetzenden Frühlingssonne schritten die beiden Akteure erneut zur Tat. Fast schon im Blitztempo brachten sie zunächst im Buswartehäuschen an der rechten Straßenseite der L 539 in Ihne (Richtung Attendorn) die „Skyline“ von Ihne auf.

Nur noch letzte Feinheiten mussten sie am Samstagmorgen dort nacharbeiten, bevor sie dann bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein einen „Seitenwechsel“ vornehmen konnten. Und auch der gegenüberliegenden „Unterstand“ verwandelte sich mit „Zischlauten“ und bunten Farbschüben aus den Spraydosen recht schnell in einen wahren „Hingucker“.

Gestärkt durch einen Mittagsimbiss, den der Ortsvorsteher Hans Gerd Turck lieferte, ging es dann an den Endspurt. Am frühen Nachmittag war schließlich alles erledigt. Allerdings gilt dieses nur für den Augenblick. Denn Ole und Tobias haben schon neue, zum Teil bereits abgesprochene oder noch in der Planung befindliche Projekte im Visier.

So soll es zunächst in Hösinghausen zur Verschönerung des Buswartehäuschens kommen und auch in Worbscheid steht ein weiteres Objekt, das „frische Farbe“ gut vertragen könnte. Weitere Betätigungsmöglichkeiten zeichnen sich auf dem Sportplatz in Hunswinkel ab und mit Unterstützung der Volksbank beim Meinerzhagener Frühling.

Es wird zeitnah über diese Aktionen berichtet, unter anderem auch, um für die jungen Künstler den ein oder anderen Zuschauer bei ihrer Arbeit „anzulocken“. Hintergedanke dabei: Eigentümer privater Flächen zu finden, die auch gerne Graffiti angebracht haben möchten.

Wer in diesem Zusammenhang noch eine „gewisse Scheu“ haben sollte, dürfte nach Betrachtung der Arbeiten von Ole Haffner und Tobias Reichler sehr schnell feststellen, dass es sich bei ihren Kunstwerken nicht um die leider häufig vorkommenden Schmierereien handelt. Und bei der Motivauswahl, sind beide natürlich auch für Wünsche und Anregungen offen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare