Mit dem Rad von Heiligenhafen nach Valbert

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Erfolgreicher Abschluss der 506 Kilometer langen Spendentour: Familie, Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen bereiteten Thomas Duras einen überwältigenden Empfang.

Valbert - Auf den letzten 50 Metern trat Thomas Duras noch einmal kräftig in die Pedale, dann ließ er sich überglücklich in die Arme seiner Frau Stella fallen. Am Zielpunkt seiner 506 Kilometer langen Spendenfahrt erwartete den 59-Jährigen am Sonntagnachmittag ein überwältigender Empfang durch seine Familie, Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen.

Von Petra Schüller

Sie hatten auf dem Gelände des Reifenhandels Schipper an der Ihnestraße Partyzelte und eine Hüpfburg aufgebaut, boten Kaffee, Kuchen und Grillwürstchen an. Und auch hier galt: „Alle Einnahmen fließen in den Spendentopf für das Kinderhospiz Olpe“, berichtete Thomas Duras´ Ehefrau Stella. Doch bevor der Startschuss für eine zünftige Willkommens-Party fiel, prasselten von vielen Seiten Gratulationen und Lob auf den Valberter ein, der wie bereits berichtet mit seiner originellen Idee einer Spendenfahrt eine wahre Lawine an Hilfsbereitschaft ausgelöst hatte.

Duras startete am Freitag in Heiligenhafen und legte die enorme Strecke bis Valbert in nur drei Tagen zurück. Das imponierte auch Ortsvorsteher Hans Gerd Turck. „Eine tolle Idee“, lobte er und ergänzte: „Es müsste viel mehr Menschen geben, die so etwas auf die Beine stellen.“ Er überreichte Duras auch eine Spende der Stadt für sein Spendenprojekt, für das er 24 Hauptsponsoren und mehr als 20 Privatleute begeistern konnte. Welche Summe der Valberter dem Kinderhospiz Balthasar in Olpe in Kürze überreichen kann, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen, wenn alle Einnahmen zusammengezählt sind. Eines ist jedoch jetzt schon klar: Die Sache ist ein voller Erfolg.

Die Idee, sich für soziale Zwecke zu engagieren, trug Duras schon lange mit sich herum. „Ich wollte da helfen, wo ich mir auch persönlich ein Bild von der Situation machen kann“, berichtet er. Daher griff er die Idee seiner Frau gerne auf, dem Kinderhospiz Balthasar in Olpe einen Besuch abzustatten. „Das ist mir unheimlich nahe gegangen“, erinnert er sich. „Wer einmal dort gewesen ist, sieht das Leben mit anderen Augen. Man lernt, Alltagsprobleme nicht allzu ernst zu nehmen und dankbar zu sein.“ So reifte der Entschluss für eine Aktion zu Gunsten der Olper Einrichtung.

Bei der Umsetzung seiner Idee wurde er von vielen Seiten unterstützt. Sein Freund Andreas Kuhn begleitete die Strecke mit einem Servicefahrzeug, um auch bei einer möglichen Panne zur Stelle zu sein. „Ich habe ihn unterwegs auch gerne mal ,meine Mama’ genannt“, erzählt Duras. „Schließlich hat er mich sehr gewissenhaft mit Getränken, Powergel-Tütchen, Magnesium oder Bananen versorgt.“ Andere Helfer stellten sicher, dass er abends nach achtstündiger Fahrt bei befreundeten Physiotherapeuten eine Beinmassage erhielt. So lief dank optimaler Vorbereitung auch während der Radtour alles perfekt. „Der einzige Gegner war der Gegenwind, der mich etwa 400 Kilometer lang beschäftigte,“ berichtete der Valberter nach seiner Ankunft. Dank einer kostenlosen Radfahrer-App habe er ausgezeichnete Empfehlungen für seine Route bekommen.

Die Anstrengung habe sich jedenfalls gelohnt und Duras vor allem eines gezeigt: wie schön es ist, sich auf viele Freunde verlassen zu können. „Ich bin unglaublich dankbar für die große Unterstützung, die den Erfolg des Projekts ermöglichte“, versichert er. Und so galt Thomas Duras´ besonderer Dank seiner Frau Stella und seiner Tochter Damaris sowie allen Sponsoren, freiwilligen Spendern. Familie, Freunde und Bekannte nicht zu vergessen – „ohne diese Leute hätte das alles nicht stattgefunden“, weiß der Valberter.

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