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Bürger sollen bei Spielplätzen mitreden

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Von: Jochen Helmecke

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Der neueste Spielplatz liegt gegenüber des Rathauses im Volkspark. © Helmecke

Das Spielplatzkonzept für Meinerzhagen und Valbert könnte nach den Sommerferien in die nächste Phase gehen. Die notwendige Ermittlung des Istzustands und die sich daraus ergebene Analyse sind bereits weit fortgeschritten.

Ein entsprechender Terminplan, auch für die vorgesehen Workshops zur Bürgerbeteiligung, soll bereits in den kommenden Tagen erstellt werden. Grundlegende Entscheidungen könnten dann möglicherweise durch die neubesetzten Gremien noch in diesem Jahr erfolgen.

Rat beschließt Bedarfsplanung

Ein Blick zurück: Im November 2018 beantragte die SPD-Fraktion im Rat eine Spielplatzbedarfsplanung zu erarbeiten. Unterstützung bekam sie dabei von den Grünen, die mit gleicher Zielsetzung bereits eigene Fakten, auch bei Besichtigungen vor Ort, gesammelt hatten. Einstimmig fiel der notwendige Ratsbeschluss aus, dass bis Mitte 2019 die geforderte Bedarfsplanung vorgelegt werden sollte.

Büro "Stadtkinder"

Da dieses nicht mit eigenen Kräften realisiert werden konnte und wegen der besonderen Thematik auch nicht sollte, machte sich die Verwaltung auf die Suche nach einem Fachbüro. Mit dem Büro „Stadtkinder“, wurde man fündig. Es folgte die Einladung eines Mitarbeiters in die Sitzung des Planungsausschusses Ende September 2019. Damals erhielten die Kommunalpolitiker eingehende Erläuterungen über die Vorgehensweise, die verschiedenen Systematiken und Beteiligungsvarianten, speziell für die Bürgerinnen und Bürger. Die Vergabe des Auftrages an das Büro erfolgte; nun stehen die ersten konkreten Beurteilungskriterien fest. Es könnte der weitere Ablauf also geplant werden.

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Einzelgeräte, wie hier am neu gestalteten Sitzbereich in der Fußgängerzone, finden nur bedingt Nutzer. © Helmecke

Das alles soll nun „zunächst intern geschehen, um dann die breite Basis herstellen zu können“, wie Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck auf Anfrage der MZ betonte. Für ihn zwingend notwendig: die Absprache mit der Kommunalpolitik. Ob das allerdings im Hinblick auf den bevorstehenden Wahltermin und die gerade angelaufenen Sommerferien noch die bisherigen Amtsträger sein werden, ist nicht klar. Bedenkt man aber, dass die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung des vorgesehenen Workshops zur Bürgerbeteiligung erhebliche Zeit in Anspruch nehmen werden, wird das wohl eher eine Aufgabe für die neugewählten Rats- und Ausschussmitglieder. Die sollen sich dann mit den Fragen „wie viele, wo, für wen und mit welcher Ausstattung benötigen Kinder in Meinerzhagen Spielplätze?“ beschäftigen.

Neben aller fachlichen Bewertung wird die aktive Beteiligung der Bevölkerung bei der Findung von Antworten und von Lösungen eine hohe Bedeutung haben. Schließlich kennen sich die Nutzer der Spielplätze am besten aus.

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