Spielplatz Ihnewisen: Grünes Licht vom TÜV

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Baumhaus und Klettergerüste sind aus Robinienholz. Ohne Holzschutzmittel kommt das europäische, harte Holz auch bei seinem Einsatz auf den Ihnewiesen aus.

VALBERT - Deutlich erleichtert war Valko Gerber, als er jetzt das Ergebnis der TÜV-Prüfung der neuen Spielgeräte auf den Ihnewiesen erhielt. Zuvor hatte Joachim Gebhardt vom TÜV-Nord aus Essen die einzelnen Aufbauten unter die Lupe genommen.

„Die Bauartprüfung ist bereits im Vorfeld erfolgt. Ich prüfe hier vor Ort, ob auch alles sicher steht und den Angaben entspricht“, so der Prüfer im Gespräch mit der MZ. Für diese Prüfungsarbeit hält er die detaillierten Pläne der Spielgeräte und der Aufstellflächen in der Hand. Stimmen die Ausrichtungen der Fundamente, stehen die Balken richtig, ist alles richtig verankert und verschraubt?

Mit jahrelanger Erfahrung in diesem Bereich entgeht dem Fachmann nichts. „Meistens passt alles oder es muss nur ein wenig nachgebessert werden. Ich habe aber auch schon mal den kompletten Neuaufbau gefordert“, sagt Joachim Gebhardt.

Auf den Ihnewiesen indes war am Prüfungstag alles in Ordnung. Die Hängebrücke über den Ihnebach, die diversen Klettergerüste, die Kastenrutsche und das Balancierseil, aber auch das ein wenig an Pippi Langstrumpfs Villa Kunterbunt erinnernde Baumhaus erhielten ihre Prüfplakette.

Aus dem Holz der Robinie sind die Spielgeräte hergestellt. Diese Holzart ist eines der schwersten europäischen Nutzhölzer und zeichnet sich durch seine Härte aus. Zugleich ist es aber auch zäh und elastisch. Das ermöglicht – wie auf der Ihnewiese – den Einsatz ohne chemischen Holzschutz für den Bau von Kinderspielplatzgeräten.

„Nach der Prüfung können wir jetzt mit dem Auffüllen der Flächen beginnen und noch die vorgesehenen Anpflanzungen vornehmen“, erläutert Valko Gerber von der Stadt. Aufgestellt werden sollen entlang des Rundweges auch noch einige Ruhebänke und natürlich Abfallkörbe. Rund 40 000 Euro sind insgesamt für den Spielplatz und die „Restarbeiten“ eingeplant gewesen.

Damit wäre dann die Gesamtmaßnahme „Renaturierung Ihnewiese“ abgeschlossen. Für sie wurden insgesamt vorab etwa 125 000 Euro aufgewandt. Gefördert mit rund 80 Prozent Landeszuschuss hat sich an dieser Stelle im Ebbedorf einiges getan. Schon jetzt wird der Rundweg von Spaziergängern gerne angenommen. Und für die Spielgeräte, sind auch schon die ersten Nutzer vorgemerkt: „Da gehe ich mit meinen Urenkeln hin“, kommentierte noch während der TÜV-Abnahme eine Uroma vor Ort. - jjh

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